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How We Robbed the Bank of Italy

Italien, 1966

Originaltitel:

Come svaligiammo la banca d'Italia

Alternativtitel:

7 Homens de Prata e 2 de Ouro (BRA)

Deux loufoques attaquent la Banque d'Italie (FRA)

2 Homens de Ouro (PRT)

002 Banka Soyguncuları (TUR)

How to Rob the Bank of Italy (USA)

Regisseur:

Lucio Fulci

Kamera:

Fausto Rossi

Inhalt

Paolo „Il Maestro“ (Maro Pisu) ist ein italienischer Meisterdieb, der einem alten Geschlecht von kriminellen Legenden entstammt. Doch er hat ein Problem. Seine beiden jüngeren Brüder Franco und Ciccio sind Vollidioten, die sich selbst immer wieder als Kriminelle versuchen und scheitern, was die Aufmerksamkeit der Polizei auf Paolo lenkt. Vergeblich versucht er die Zwei durch eine eigne Villa, finanzielle Zuwendungen und engagierte Freundinnen abzulenken. Doch keine der Damen hält es lange bei Franco und Ciccio aus.

 

In dem gutaussehenden aber ebenso infantilen Gesangsduo Marilina & Rosalina (Lena von Martens und Mirella Maravidi) glaubt Paolo nun, die idealen Gefährtinnen für seine jüngeren Brüder gefunden zu haben, doch dummerweise stehen die beiden Mädels auf Gangster, was Franco und Ciccio zu neuen kriminellen Fehlversuchen animiert.

 

Doch Paolo möchte sich ohnehin aus dem Geschäft zurückziehen. Nur einen Coup will er noch machen, den er jahrelang geplant und in den er viel investiert hat – die Banca d‘Italia ausrauben. Während er nach Frankreich reist, um Spezialisten für den Job anzuheuern, haben Franco und Ciccio allerdings seine Aufzeichnungen gestohlen und wollen den Coup selbst durchziehen. Hierfür engagieren sie ihrerseits ein paar äußerst fragwürdige einheimische „Spezialisten“.

Review

Lucio Fulci scheint der Franco & Ciccio-Komödien müde zu werden, doch erstaunlicherweise macht sich genau das positiv bemerkbar. Nach einer Idee von Alfonso Brescia schrieb er mit Roberto Gianviti und Amedeo Sollazo diese Persiflage auf Marco Vicarios SIEBEN GOLDENE MÄNNER (7 uomini d'oro, 1965).

 

Was ist anders gegenüber Fulcis früheren Filmen mit Franco & Ciccio als Hauptpersonen? Nach wie vor stehen zwar die beiden Komiker im Mittelpunkt, dennoch scheint Fulci mehr Wert auf Story und Inszenierung zu legen. Er führt zahlreiche weitere komische Figuren ein, die den Beiden zur Seite stehen, und weniger Screentime hat schon so manchem Film des Duos gutgetan.

 

Der Kontrast zwischen der wissenschaftlichen Methodik des „Maestros“ und was seine weniger hellen Brüder daraus machen, ist irrsinnig komisch. Bemerkenswert ist auch eine Szene, in der Franco und Ciccio in Verkleidung als Diabolik und Kilink einen Safe knacken wollen, während jener gar nicht abgeschlossen ist. Auf die anschließende Gesangsnummer Francos hätte ich dagegen lieber verzichtet. Dabei ist diese durchaus originell. Das traditionelle sizilianische Lied „Vitti Na'Crozza“ wird von Franco als Yeh Yeh-Nummer umgestaltet.

 

Die Spezialisten, die die beiden Brüder für den Raub der Banca d’Italia anheuern sind ein Brüller. Einer dümmer als der andere, wobei man fairerweise anmerken muss, dass die diversen Missgeschicke während der Ausführung eher auf die beiden Masterminds Franco und Ciccio zurückzuführen sind. Wird der Coup also zum kompletten Desaster? Nun, der Filmtitel spoilert da ein wenig.

 

In Nebenrollen bekannte Gesichter: Adriana Ambesi, Solvi Stubing, Umberto d’Orsi, Enzo Andronico und der großartige Carlo Taranto. HOW WE ROBBED THE BANK OF ITALY ist eine sehenswerte Fulci-Komödie, allerdings ist die Suche nach einer guten Fassung mit englischen Untertiteln kein Zuckerschlecken. Hierfür musste ich eine hochauflösende Filmfassung umbasteln, damit die Untertitel einer qualitativ deutlich schlechteren Fassung eingefügt werden konnten. Aber wen stört sowas…

 

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