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Erotic Flash

Italien, 1981

Originaltitel:

Erotic Flash

Alternativtitel:

Homo Eroticus (ITA)

Moana e Marina ingorde di sesso (ITA)

Drehbuch:

Mario Gariazzo

Inhalt

Die gesichtete Fassung war italienisch ohne Untertitel, von daher bitte ich etwaige Ungenauigkeiten zu verzeihen. Mitbekommen habe ich auf jeden Fall, dass der Fotograf Luigi, der seine Linse genauso wie seinen Pillermann gerne mal in Richtung nackter Damen hält, mit Gespielin Ingrid und Kumpel Billy nach Schloss Balsorano fährt, welches dieses Mal als Hotel fungiert. Die Frau des Padrons macht beim entstehenden lustigen Ringelpiez recht schnell mit, und als dann auch noch zwei neue Gäste eintreffen, ein alter Sack und Marina Hedman, ist klar was passieren muss: Luigi und Marina poppen auf Teufel komm raus. Zumindest in seiner Phantasie, der echte Akt soll erst in der Nacht stattfinden. Da allerdings kommt zum einen Luigi eine andere Frau unter, nämlich die des Padrons, und zum anderen erhebt sich der Zombie eines alten Vorfahren aus der Familiengruft. Dieser klaut sich den heiligen Dildo von Santa Teresa aus dem Reliquienkästchen (was am nächsten Tag zu einem Nervenzusammenbruch von Fr. Hedman führt) und vögelt damit die Ingrid durch, derweil die Hahnreis völlig ahnungslos Karten spielen. Am nächsten Tag ist das Wochenende vorbei und der Film ebenfalls …

Autor

Maulwurf

Review

Es mag gut möglich sein, dass die schwülstig-pathetischen Monologe von Luigi sehr lustig sind, vor allem wenn er dann mitten in seiner Theatralik irgendwann umschwenkt auf Gossenitalienisch. Es mag auch gut sein, dass bei einer besseren Qualität des Materials auch die Qualität des Sexus gesteigert wird, denn tatsächlich sind sowohl Moana Pozzi, wie auch Marina Hedman und Adriana Giuffrè, also diese drei sind tatsächlich sehr appetitlich anzuschauen und könnten die Bewertung durchaus ein wenig anheben. Moana Pozzi - Hier in einer frühen Rolle, und sie traut sich irgendwie noch nicht so recht Gas zu geben. Marina Hedman - Ebenfalls zu Beginn ihrer Karriere, noch recht schnieke anzuschauen und etwas einsatzfreudiger als Moana Pozzi. Adriana Giuffrè - Was für eine scheußliche Frisur! Aber viel interessanter die Frage, was die Dame nach 20 Jahren durchwachsener Karriere im Filmgeschäft und im Alter von 42 Jahren geritten haben mag, plötzlich HC zu drehen? Und auch noch erheblich wilder und phantasievoller als die beiden Kolleginnen … Vielleicht lag in jener Zeit einfach etwas in der Luft, immerhin hat Karin Schubert nur wenige Jahre später und ebenfalls mit 40 Jahren gleichfalls begonnen HCs zu drehen. So oder so, alle Frauen sind wunderbar anzuschauen, und die Giuffrè ist in diesem Film sowieso der heimliche Star. Herbert Hofer ist im Übrigen auch kein Hässling gewesen, was zu der von mir bei solchen Filmen alleweil präferierten Grundvoraussetzung führt, dass schöne Menschen schöne Dinge tun.

 

Allerdings tun sie dies oft recht langweilig, und die häufigen Großaufnahmen behaarter Geschlechtsteile sind auf die Dauer dann doch etwas enervierend. Die Giuffrè hat hier den dankbarsten Teil bekommen, geht sie doch in ihren Szenen wirklich aufs Ganze. Aber so im Großen und Ganzen haben mir DR. PORNO UND SEIN SATANSZOMBIE oder MALABIMBA, auf deren Spuren EROTIC FLASH wandelt, einfach besser gefallen. Auch wenn die beiden genannten erheblich weniger Sex zeigen, so ist der auf jeden Fall ansprechender und abwechslungsreicher inszeniert als das 08/15-Gepoppe in EROTIC FLASH. Es zeigt sich einfach mal wieder, dass Regisseur Montero, der uns Werke geschenkt hat wie SCHÖN, NACKT UND LIEBESTOLL, kein wirklich großer Regisseur war, dem aber, bis auf Ausnahmen, das Untalent seines Sohnes Mario Bianchi dann doch weitgehend abging, was dann wiederum zu „Klassikern“ wie DAS RATTENNEST oder DAS AUGE DER SPINNE geführt hat.

 

So oder so dürfte EROTIC FLASH bei besseren Ausgangsbedingungen nur gewinnen; in der mir vorliegenden Fassung ist die Sichtung wie das Hochglanzmagazin in der Hand des Nebenmannes: Man darf gucken, aber so richtig in Fahrt kommt man halt nicht …

Autor

Maulwurf

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