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Don't Sting the Mosquito

Italien, 1967

Originaltitel:

Non stuzzicate la zanzara

Alternativtitel:

Não Brinque com o Mosquito (BRA)

Não Provoquem a Rita (PRT)

Ne ingereljétek a mamát! (HUN)

Neşeli Kız (TUR)

Nie drażnijcie komara (POL)

No molesten al mosquito (URY)

No provoquen al mosquito (MEX)

Regisseur:

Lina Wertmüller

Inhalt

Rita (Rita Pavone) und ihr Musiklehrer Paolo (Giancarlo Giannini) sind verliebt, und Paolo will ihr einen Antrag machen. Da Rita noch nicht 21 ist, braucht er allerdings die Zustimmung ihrer Eltern, insbesondere des Vaters. Doch Bartolomeo Santangelo (Romolo Valli) führt ein strenges Regiment. Er ist Ausbilder von Schweizer Gardisten und unterdrückt gemeinsam mit Ritas Tanten seine Frau Maria Cristina (Giulietta Masina).

 

Rita sieht nur eine Lösung, sie will einfach mit Paolo durchbrennen. Der sieht darin aber keine Lösung, und so verständigt er hinter Ritas Rücken ihren Vater und schleicht sich selbst bei den Schweizer Gardisten ein, indem er die Rollen mit dem militärunwilligen Wolfgang (Ugo Fangareggi) tauscht.

 

Rita ist zunächst böse auf Paolo und findet sich mit dem despotischen Erziehungsstil ihres Vaters nicht ab. Als der sie zu einem Monat Kerker verurteilt, erklärt sie ihm den Krieg.

Review

DON’T STING THE MOSQUITO ist die von Mondial Televisione produzierte Fortsetzung des ebenfalls von Lina Wertmüller inszenierten Musicarellos RITA THE MOSQUITO (Rita la zanzara, 1966). Wie aus einem Guss verfasste Wertmüller auch hier wieder das Drehbuch, führte Regie und schrieb gemeinsam mit Bruno Canfora einen Teil der Songs.

 

Aus einem Guss ist aber etwas übertrieben. Der Film wird wie schon sein Vorgänger getragen von der energetischen Rita Pavone, die gemeinsam mit den schönen Bildern von Dario Di Palma, ihren faszinierenden Augen und der kräftigen Stimme den geneigten Zuschauer in den Bann zu ziehen vermag. Holprig ist dagegen das Drehbuch, das schlüssig beginnt, dann aber immer wieder von der Grundstory abschweift. Auch bei der Inszenierung gibt es Höhen und Tiefen als hätte man das Budget frühzeitig verballert.

 

Mit dem Vorgänger gemein hat DON’T STING THE MOSQUITO vor allem seinen exzentrischen Look, der viel Mut zu schrägen Dekos und im Clinch miteinander liegenden Farben hat. Für Farbe sorgt auch das Finale, das wenig Weitsicht beweist. Während einer Silvestershow an der Paolo und Rita mitwirken dürfen, kommt es zunächst zu einer Nummer komplett in Weiß. Giuletta Masina tanzt auf weißen Boden, vor einer weißen Wand, mit weißgekleideten Tänzern. Nachdem wir dann bei einer Beat-Nummer (zum zweiten Mal im Film) Zeuge von Giancarlo Gianninis Gesangskünsten werden, kommt der Hammer. Nicht ein, nicht zwei, sondern gleich vier Musiknummern mit Rita Pavone in Blackfacing.

 

Dennoch hatte ich beim Ansehen viel Spaß. Die Rollen sind in allen Parts perfekt gecastet, und natürlich ist die Anwesenheit von Romolo Valli und Giuletta Masina als Ritas Eltern ein Höhepunkt. Die Kamera wiederum liebt Rita Pavone, und es ist sicherlich der Regie zu verdanken, dass diese gerade in Wertmüllers beiden Musicarellos ihre schönsten Filmmomente hat.

 

Da Pavone in DON’T STING THE MOSQUITO auch internationale Songs performt, gibt es aber leider ein Manko bei der italienischen Streaming-Fassung. Diese ist um etwa 15 Minuten gekürzt, wohl wegen abgelaufener Musikrechte. Das wird bei der Szene im Nachtclub „Carnaby“ besonders deutlich, wo Pavone sich auf die Bühne begibt, nur um dann – knack – gesanglos wieder runterzukommen. Schade.

Links

OFDb

IMDb

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