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Der schöne Körper der Deborah

Frankreich | Italien, 1968

Originaltitel

Il dolce corpo di Deborah

Alternativtitel

El dulce cuerpo de Deborah (ESP)

L'adorable corps de Deborah (FRA)

O doce corpo de Deborah (POR)

Married to Kill

The Body

The Sweet Body of Deborah

Deutsche Erstaufführung

12. Juli 1968

Inhalt

Baker spielt Deborah, eine wohlhabende Amerikanerin, die mit ihrem frisch angetrauten Gatten Marcel (Sorel) ihre Flitterwochen in Europa verbringt. Das Paar möchte Marcels alte Heimat, die Schweiz, besuchen. Sie flittern und vögeln ein wenig umher, da begegnen sie einem alten Freund Marcels, dem miesepetrig dreinschauenden Philip (Pistilli), der den verdutzten Marcel als Mörder beschimpft: Marcels Ex-Freundin, die von Philip geliebte Suzanne (Galli), soll nach seiner Abreise in die Vereinigten Staaten Selbstmord begangen haben. Philip droht Marcel und Deborah, dass sie für Suzannes Tod büßen werden. Kurz darauf erhält Deborah telefonisch Morddrohungen…

Review

Mehr sollte nicht verraten werden, außer: Hier ist, wie für einen guten Giallo üblich, nichts so, wie es scheint. Ein früher Giallo, der zwar vergleichsweise etwas zahm und behäbig daherkommt, dafür jedoch mit einer erstklassigen Besetzung, schicken Drehorten — Genf, Genua, Rom, Nizza —, überraschenden Twists und eleganter Ausstattung punkten kann.

 

Für 1967 wird verhältnismäßig viel nackte Haut geboten, weshalb die in englischer Sprache gedrehte italienisch-französische Co-Produktion es jenseits des Atlantiks schwer hatte, ihr Publikum zu finden. Daran änderte auch die Popularität Carroll Bakers nicht, die einst vergeblich von Hollywood zur neuen Monroe aufgebaut werden sollte und sich dann ab Mitte der 1960er Italien zuwandte, wo sie — vor allem unter der Regie Umberto Lenzis — reizvollere Aufgaben erwarteten als in Kalifornien.

 

Als das Paar auf seiner Flucht in Italien eine verlassene Villa mietet — die übrigens sehr geschmackvoll eingerichtet ist —, taucht George Hilton als sexy Maler mit Vollbart auf, der der Geschichte eine interessante Wendung gibt. Jean Sorel, Luigi Pistilli und Ida Galli spielen wie gewohnt auf Sparflamme, überzeugen jedoch durch ihre bloße Präsenz. Sorel ist mit seiner kalten Delon-Ausstrahlung perfekt besetzt. Es bleibt an Carroll Baker, den Film zu tragen, was ihr spielend gelingt.

 

Aus heutiger Sicht wirken die 93 Filmminuten nicht mehr allzu straff, die Spannung kommt zudem erst im letzten Drittel wirklich in Schwung, alles in allem gehört »Il dolce corpo di Deborah« zu den besseren gialli aus dieser Zeit. Die mangelnde Stringenz der Inszenierung — Romolo Guerreri war ein eher schwacher Regisseur — wird durch das Drehbuch, Kostüme, Ausstattung, Musik und die Stars wettgemacht.

Filmplakate

Links

OFDb
IMDb

 

 

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