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Maniac Killer

Frankreich, 1987

  • Originaltitel: Maniac Killer
  • Alternativtitel:

    Seita de Horrores (BRA)

    Kill & Enjoy

  • Regisseur: Andrea Bianchi
  • Kamera: Henry Frogers
  • Musik: Luis Bacalov
  • Drehbuch: Georges Friedland, Marius Lesoeur, H.L. Rostaine
  • Inhalt:

    Im Keller eines Pariser Vororts treibt ein rotmaskierter Weltverbesserer sein böses Spiel mit Prostituierten, will sie durch Folter dazu bringen, ihre Sünden zu bereuen – und sie anschließend töten, damit sie keine neuen begehen können. Dabei unterstützen ihn eine Peitschenlady, ein glatzköpfiger Voyeur und eine Handvoll Schlägertypen. Geschickt gelingt es ihnen jedoch, den Verdacht auf den kalifornischen Biochemiker Osborne (Chuck Connors) zu lenken, der den Dörflern eh ein Dorn im Auge ist. Ein Amerikaner, der sich in Frankreich niederlässt? Sehr verdächtig.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Bo Svenson, Chuck Connors, Robert Ginty, na wenn das keine Action-Granate wird… nein, wird es nicht. Schon nach dem 1983 entstandenen „Giocchi Carnali“ war abzusehen, dass es mit Andrea Bianchi mal böse enden wird, und so gelangte er 1987 dann auch zu Eurociné und den Lesoeurs.

     

    Die Inhaltsangabe habe ich extrem kurz gehalten, denn die Handlung ist erstaunlich komplex für die knapp 80 Minuten, und nicht vieles davon macht wirklich Sinn. Zu Anfang verfolgt ein Unbekannter eine Prostituierte, sie landet in einem Folterkeller, wo ein Mönch mit einer roten Kutte ihr mit Nippelklemmen und Peitsche die Sünden austreiben will. Klasse, denkt man, ein Horrorfilm, oder noch besser, ein Giallo. Leider weit gefehlt.

     

    Denn weiter geht es mit dem Biochemiker Osborne (Chuck Connors), der illegal Experimente an Tieren vornimmt, die ein geistig behinderter junger Mann für ihn fängt und dem Osborne das Sprechen beibringen will. Dann lernen wir den Zuhälter der Entführten und die örtliche Polizei kennen, die nichts so leicht hinter dem Schreibtisch hervorlocken kann. Bei einer Party beim Baron Silvano (Bo Svenson) lernen wir dann noch Gondrand (Robert Ginty) kennen, der die Ehefrau des Barons belästigt und dafür auf die Fresse bekommt. Für die folgende halbe Stunde sehen wir den aber nicht wieder.

     

    Doch dann geht’s los. In der 30. bis 45. Minute offenbart uns Andrea Bianchi bereits die Identität des Roten Mönches, macht uns ein für allemal klar, dass wir uns nur in einem langweiligen und abstrus umgesetzten Entführungs-Krimi befinden, und dass der Stunt-Coordinator Jo Pennon hier seinen ersten und einzigen Job verrichtete. Dass der Film schlecht wird, haben natürlich alle erkannt und sich einen ordentlichen Pack Pseudonyme zugelegt. So ist Oliver Matthau natürlich nicht der Bruder von Walter sondern Olivier Mathot. Andrea Bianchi nennt sich Frank Drew White. Wer Gore erwartet, wird enttäuscht werden. Wer Spannung erwartet, wird enttäuscht werden. Wer Sinn und Verstand erwartet… ach, egal.

     

    Fazit: Langweilig. Die Musik stammte von dem am 15. November 2017 verstorbenen Luis Bacalov, aber abgesehen von dem Stück während der End-Credits fällt diese kaum auf. „Maniac Killer“ war leider keine Sternstunde dieses großen Komponisten und Oscar-Preisträgers. Und nein, ich habe keine Lust mehr Worte in dieses Schundprodukt zu investieren. Grässlich.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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