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Totò contro Maciste

Italien, 1962

Originaltitel:

Totò contro Maciste

Alternativtitel:

Totó contra Maciste (ESP)

Toto vs. Maciste

Regisseur:

Fernando Cerchio

Kamera:

Angelo Lotti

Inhalt

Der Pharao Ramses (Nerio Bernardi) ahnt nicht, dass seine neue Gattin (Nadia Sanders) ein böses Spiel treibt. Sie will den Helden Maciste (Samson Burke) mithilfe eines Zaubertranks zu ihrem willfährigen Partner im Kampf der Assyrer gegen den Pharao machen. Der Plan gelingt, Maciste steht unter ihrem Bann und versammelt die assyrische Armee vor den Toren Thebens. Der Komödiant Totokamen (Totò) und sein Manager Tarantakamen (Nino Taranto) reisen mit einer einzigartigen Masche durch die Lande. Totokamen behauptet, der Sohn des Gottes Amon zu sein und Superkräfte zu besitzen. Natürlich sind die in seiner Show dargestellten Superkräfte Fake, doch dummerweise glaubt der Pharao an deren Echtheit und will Totokamen in dem Kampf gegen Maciste schicken, vor dessen Kraft und Zorn ganz Theben zittert. Im Palast des Pharaos untergebracht, trifft Totokamen auf dessen Tochter Nofretete (Gabriella Andreini), die ihn Maciste verliebt ist. Der Komödiant und sein Manager suchen allerlei Wege, sich dem Kampf gegen Maciste zu entziehen, doch schließlich kommt es zum Duell – mit überraschendem Ausgang.

Review

„Totò contro Maciste“ ist nur eine von vielen Film- und Genreparodien, in denen der Komiker Totò zu sehen ist, hier im Team-up mit Nino Taranto. Wichtig für eine solche Parodie ist es, dass die Genrezutaten nicht fehlen, damit das Ganze funktioniert. Und es funktioniert bestens.

 

Peplum-typisch sind hierbei folgende Zutaten vorhanden: die gute Frau (Nofretete), die den Helden Maciste liebt. Die böse Frau (des Pharaos), die ihren Gemahl stürzen und Maciste manipulieren will. Unterstützt wird Letztere von der Figur des verschlagenen Beraters, auch dieser eine reguläre Zutat des Peplum-Genres. Der Pharao (oder wahlweise König oder Kaiser), der sich manipulieren lässt und Kämpfe lieber anderen überlässt. Und dann natürlich der Muskelprotz, der nicht besonders helle ist. Insbesondere dieser Punkt dürfte dem Zuschauer von „Totò contro Maciste“ die meisten Lacher bescheren und Samson Burke (Herkules, der Held von Karthago, 1961) spielt die Rolle des nicht allzu aufgeweckten Kraftpakets mit sichtlichem Spaß. Dabei bekommen wir – mal lose übersetzt - unbezahlbare Dialoge wie „wenn ich ein Berg sein soll, dann bin ich ein Berg, aber zwingt mich nicht zu denken!“ Und der Gedächtnisverlust unter dem Einfluss eines magischen Tranks, den Maciste hier erlebt, ist ebenfalls keine seltene Zutat im Peplum.

 

Die italienische Kritik ging damals – wie leider so oft – nicht sehr gnädig mit Totòs Komik um. 25 Jahre tummelte sich der Komiker bereits auf italienischen Leinwänden und ja, von Totò selbst kommt „Totò contro Maciste“ nicht viel neues. Der Mittelteil im Palast des Pharaos, in dem Totokamen und Tarantakamen nach einem Ausweg aus ihrer Lage suchen, kommt einem verdammt lang vor. Als Höhepunkt präsentiert der Film wie versprochen den Kampf Totò gegen Maciste und Sieger dieser wird – wie der Komiker später seinem Manager beichtet - zum Triumph der Feigheit.

 

Dass die italienische Kritik sich über billige Kulissen beklagte, kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Es sind viele schöne Kulissen und Kostüme zu sehen. Es gibt etwas Archivmaterial bei größeren Außenszenen, von dem ich nicht sagen kann, aus welchem Film diese stammen. Aus Fernando Cerchios eigenen „Der Fluch des Pharao“ (Il sepolcro dei re, 1960) oder „Nofretete - Königin vom Nil“ (Nefertite, regina del Nilo, 1961) scheinen sie nicht zu stammen. Allerdings entstand „Totò contro Maciste“ mitten in der Hochphase der Peplum-Welle und zahlreiche Filme hatten ägyptische Settings.

 

„Totò contro Maciste“ ist sehenswert aber kein Highlight im Oevre des Komikers Totó. Allerdings sollte man nicht verpassen, wie Samson Burke hier als Maciste ohne Gedächtnis wilde Sau spielt.

Links

OFDb
IMDb

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