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Kampf um Atlantis

Ägypten | Italien, 1965

Originaltitel

Il conquistatore di Atlantide

Alternativtitel

Goldocrack à la conquête de l'Atlantide (FRA)

El conquistador de la Atlántida (ESP)

Kingdom in the Sand (GBR)

The Conqueror of Atlantis (USA)

Regisseur

Alfonso Brescia

Inhalt

Nach einem Schiffbruch wird der entkräftete Herakles (Kirk Morris) an einer unbekannten Küste angespült und von der Scheich-Tochter Virna (Luciana Gilli) gerettet. Zunächst wird Herkules in eine Fehde zwischen zwei Nomadenstämmen hineingezogen, die sich gegenseitig des Raubes beschuldigen. Doch allmählich dämmert es den beiden Nomadenfürsten, dass womöglich die geheimnisvollen Phantome dahinterstecken, welche aus der Toten Stadt kommen. Als Virna entführt wird, begeben sich Herakles und Fürst Karr/Karh auf die Suche nach ihr und stoßen in der Toten Stadt auf die letzten Überlebenden des untergegangenen Kontinents Atlantis, die eine neue Königin brauchen. Doch die zwei Helden werden gefangen genommen und müssen an des Zauberers Goldenen Männern vorbei, wenn sie mit Virna entkommen wollen.

Review

„Kampf um Atlantis“ ist ein später Peplum-Film, was man schon daran erkennen kann, dass der Name des Titelhelden selbst aus dem italienischen Originaltitel verbannt wurde. Der Name Herkules allein zog die Menschen nicht mehr in die Kinos. Zwar schreibt das amerikanische Wikipedia, „Il conquistatore di Atlantide“ sei gar kein offizieller Beitrag zur Herkules-Reihe, doch die Figur, die Kirk Morris spielt, heißt im italienischen Original Ercole, also Herkules. „Kampf um Atlantis“ ist eine Koproduktion mit Ägypten, wo auch die Außenaufnahmen entstanden. Innenszenen wurden dagegen in Elios Studios in Rom gedreht, welche noch bis Mitte der Achtziger Jahre aktiv waren.

 

Alfonso Brescia ist mit dieser dritten Regiearbeit – nach „Der Aufstand der Prätorianer“ (La rivolta dei pretoriani, 1964) und „Der Größte der Gladiatoren“ (Il magnifico gladiatore, 1964) - ein sehr abwechslungsreicher Peplum gelungen. Der Zuschauer bekommt Kirk Morris als Herkules, einen gutaussehenden Scheich als Sidekick, eine schöne Prinzessin, eine Totenstadt, ein unterirdisches Atlantis, in Gold gegossene Kampfsklaven, scharfe Kriegerinnen und einen Zauberer mit lustigem Zickenbart und Puschelfrisur. Den weiblichen Hauptpart als Lidia spielt die sinnliche Luciana Gilli, während Hélène Chanel sich mit dem Part der Atlanter-Königin Ming zufriedengeben musste, welche Alter und Tod auf sich zukommen sieht und deshalb eine Nachfolgerin sucht.

 

Hauptdarsteller Kirk Morris und Hélène Chanel waren bereits alte Bekannte als sie in „Kampf um Atlantis“ zu sehen waren. Gemeinsam traten sie schon in Riccardo Fredas „Maciste, der Rächer der Verdammten“ (Maciste all'inferno, 1962), Tanio Boccias „Desert Raiders“ (Il dominatore del deserto, 1964) und ebenso in Tanio Boccias „Hercules of the Desert“ (La valle dell'eco tonante, 1964) auf. Letztere Zwei waren nie in Deutschland zu sehen. Auch „Kampf um Atlantis“ schaffte es nicht auf deutsche Kinoleinwände. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte im TV bei VOX im Jahr 1995, später erschien eine DVD von e-m-s.

 

„Kampf um Atlantis“ bereitet viel Spannung und Spaß, trotz einiger Defizite. So scheint man für die Goldenen Männer nur etwa ein Dutzend blaue Kostüme angefertigt zu haben. Beim Schlusskampf, wo es eben mehr Angreifer sein wollen, hat man dann ein paar Statisten in andersfarbigen Kostümen (Schwarz und ein blasseres Blau) in den Hintergrund gestellt, die bei den Nahaufnahmen während der Kämpfe dann aber nie zu sehen sind. Dort kämpfen stets dieselben paar Figuren. Beim Vorspann scheint man zudem den Film verkehrt herum eingelegt zu haben. Man sieht während der Titel eine Karawane (Kamele und Personen wiederholen sich dabei) eine Küste entlang nach Links reiten, aber als sie dann Herkules am Strand finden, kommen sie dagegen von rechts.

 

Das Lexikon des Internationalen Films urteilte hart: „Trivialunterhaltung auf niedrigstem Niveau.“ Dasselbe könnte man allerdings auch vom Lexikon des Internationalen Films sagen.

Links

OFDb
IMDb

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