Filmclub 813 startet Italowestern-Reihe im Februar 2016

Der Kölner Filmclub 813 startet ab dem 19. Februar 2016 eine Reihe mit monatlichen Italowestern Double-Features. Den Auftakt machen unter dem Motto "Vergessene Genreperlen - 2x Hunter im Italowestern", Enzo Peris "Drei Pistolen gegen Cesare" (3 pistole contro Cesare, 1967) mit Thomas Hunter, James Shigeta und Nadir Moretti, sowie Giuliano Carnimeos "Ringo - Such Dir einen Platz zum Sterben" (Joe... cercati un posto per morire!, 1968) mit Jeffrey Hunter, Pascale Petit und Giovanni Pallavicino. Die Kopien stammen aus dem Dirty Pictures Filmarchiv, welches bei Erfolg allumfassend vorgeführt werden soll.

Whittaker „Whity“ Selby (Thomas Hunter) scheint das große Los gezogen zu haben: Kurz bevor ihn der Sheriff aus einem namenlosen Kacknest in Kansas hinaus expedieren kann, drückt ihm ein Notar ein Schreiben seines verstorbenen, ihm unbekannten Vaters in die Hand. Der Brief war zwar zehn Jahre unterwegs, doch der Inhalt ist höchst erbaulich: Er, Whittaker, erbt eine Goldmine in Laredo, Texas. Dazu ist noch das Foto eines unbekannten kleinen Mädchens enthalten. Doch groß ist das Hallo, als Whity in Laredo eintrifft und sich an besagter Goldmine gleich mit zwei Figuren (James Shigeta, Nadir Moretti) prügeln muss, die ebenfalls behaupten, Besitzer der Bonanza zu sein. Nach ausgiebigem Befäusteln erkennt man sich als Halbbrüder und rauft sich zusammen, was angesichts der Umstände auch höchst ratsam erscheint. Nicht nur ist die Mine stocktaub, sondern sämtliches Land nebst Sheriff und Dorfzeitung in der Hand des dekadenten Despoten Julius Caesar Fuller (Enrico Maria Salerno). Fuller, der sich gern in weiße oder altrosa Tunikas kleidet und am liebsten mit einem Schock leicht bekleideter Frauen im Dampfbad seiner feudalen Villa plantscht, beherrscht die Gegend mit seinem schwarz uniformierten Mob. Zudem hat er offensichtlich den gemeinsamen Vater der drei verhinderten Glücksritter auf dem Gewissen und dementsprechend Watschen verdient. Das nehmen die Drei nun vehement in Angriff und sind am Ende dann doch noch überraschenderweis’ auf Gold gebettet. (Inhalt: Film Maniax)

Der Geologe Paul Martin (Piero Lulli) und seine Frau Lisa (Pascale Petit) entdecken eine reiche Goldader. Dies lockt rasch allerhand Geschmeiss an, bei dessen Abwehr Paul leider etwas ungeschickt mit Dynamit hantiert und unter einem Geröllhaufen eingeklemmt wird. Lisa landet auf der Suche nach Hilfe im Absturz-Nest Nido de Aguila, einem Ort, wo man "das Wort ‚Geld' in jeder Sprache versteht." Hier unterhält sich auch Joe Collins, genannt "Ringo", trübsinnig mit seinem Whiskyglas. Er hat eine steile Karriere vom Offizier zum steckbrieflich gesuchten Waffenschieber vorzuweisen. Doch entschließt er sich, Lisa zu helfen, und er sammelt als Fußtruppen eine geldgierige Bande Zuhälter, Revolverhelden und Wanderprediger ein, die ausschließlich an der Bonanza interessiert ist. Die Aktion gerät zum Fiasko, denn der mexikanische Banditenhäuptling Chato ist ebenfalls hinter dem Gold her und schneller: Paul hat eine letzte Runde auf Chatos Folterbank gewonnen, und das bereits geförderte Gold ist weg. Zum Showdown geht es wieder zurück nach Nido de Aguila. Hier zieht unser gemischtes Häuflein den Mexikanern ordentlich die Hosen stramm. (Inhalt: Film Maniax)

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