Woodoo - Inferno des Grauens

Spanien, 1974

  • Originaltitel: La noche de los brujos
  • Alternativtitel:

    The Night of the Sorcerers

    Woodoo - Orgie des Grauens

  • Regisseur: Amando de Ossorio
  • Kamera: Francisco Sánchez
  • Musik: Fernando García Morcillo
  • Drehbuch: Amando de Ossorio
  • Inhalt:

    Im Dschungel von Bumbasa treibt im Jahre 1910 ein Kult von Voodoo-Hexern sein Unwesen. Nach der Enthauptung einer Missionarin werden die Anhänger dieses Kults von den Engländern getötet.

     

    In der Gegenwart – also 1974 – verschlägt es die Forschergruppe um Prof. Grant (Jack Taylor) in diese Gegend, um das Aussterben der Elefanten zu dokumentieren. Doch während die armen Tiere bereits so bedroht sind, dass man sie gar nicht mehr zu Gesicht bekommt, erheben sich stattdessen die Toten von 1910 aus ihren Gräbern, um sich am Blut der Neuankömmlinge zu laben.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Woodoo – Orgie des Grauens“ ist ein echter Kracher unter den spanischen Horrorfilmen der siebziger Jahre. Schon die Eröffnungsszene ist vielversprechend. Ein dunkelhäutiger, fellbehängter Bumbasener Ureinwohner peitscht einer Missionarin die Kleider vom Leib, darauf folgen ein besonders schwerer Fall von angetanzt werden und die Enthauptung der betroffenen Dame.

     

    Doch die ist keineswegs tot. Unmittelbar vor dem Vorspann schreit uns noch ihr abgehackter Schädel an, und im späteren Verlauf treibt sie als leopardenfellige Vampir-Hexe ihr Unwesen. Und das ist noch nicht alles: Leopardenmenschen, Hexen, Zombies, Sex, Blut – klasse.

     

    Genau wie die Besetzung. Neben Jack Taylor („Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“) sind bei den Männern Simón Andreu („Die Nacht der rollenden Köpfe“) und José Thelman („The Loreley's Grasp - Die Bestie im Mädchen-Pensionat“) dabei. Für weibliche Ablenkung von der Story sorgen Bárbara Rey („Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“), Loreta Tovar („Die Rückkehr der Reitenden Leichen“), María Kosty („Das Blutgericht der reitenden Leichen“) und natürlich die schöne und energetische Kali Hansa („Der Exorzist und die Kindhexe“, „Wilde Lust“ etc.), hier mit feuerroten langen Haaren.

     

    Das waren dann auch schon – neben ungenannten Eingeborenen – alle Darsteller, und wie man an meiner Filmauswahl der bisher Genannten sicher erkennen kann, wurde auch „Woodoo – Orgie des Grauens“ von Amando De Ossorio, dem Paten der Reitenden Leichen gedreht. Selbstverständlich entstand „La Noche de los Brujos“ aufwendig an Originalschauplätzen in Bumbasa, einem geheimen Eingeborenendorf tief in den Urwäldern von Spanien, so geheim, dass man es auf keiner Landkarte findet - oder doch, nahe des Rio Alberche, ganz in der Nähe von Madrid, heißt bloß anders.

     

    Spaß beiseite, „Woodoo – Orgie des Grauens“ ist Spitzenunterhaltung aus Spanien, die man unbedingt gesehen haben sollte. Eine wirkliche Uncut-Version gibt es nicht, kann es aufgrund unterschiedlich gedrehter Szenen und minimalen Unterschieden bei einzelnen Frames nicht geben. Die gängigen DVD-Fassungen aus den USA oder in Deutschland die von „Motion Picture“ stellt die härtere und sexuell explizitere Version dar und wird deshalb gerne als Uncut-Fassung gehandelt. Auffällig ist auch die schöne Farbgebung dieser Fassung.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

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