Todes-Brigade

Frankreich, 1985

  • Originaltitel: Brigade des moeurs
  • Alternativtitel:

    Brigade of Death (USA)

  • Regisseur: Max Pécas
  • Kamera: Jean-Claude Couty
  • Musik: Léo Carrier, Jean-Paul Daine
  • Drehbuch: Roger Le Taillanter, Max Pécas, Marc Pécas
  • Inhalt:

    Nachdem drei Transsexuelle auf dem Straßenstrich von ein paar Motorradfahrern erschossen werden, wird Gérard Lattuada (Thierry de Carbonnières) von der Sittenpolizei auf den Fall angesetzt. Zwar hat er mit Mord sonst nichts zu tun, aber sein Chef (oder ehemaliger älterer Kollege, keine Ahnung) steht kurz vor der Pensionierung und will sich mit einem solchen Fall nicht mehr rumärgern. Als Erstes versucht er Informationen von ein paar ehemaligen Fallstudien zu bekommen, z. B. einem Pornofilmer, von seiner Ex-Geliebten Veronique, und dann ist da noch irgendetwas mit seiner Schwester, die von den Gangstern getötet wird. Doch davor erfahren wir bereits etwas über die Hintergründe - den Griechen und dessen Frau, beide irgendwie Gangsterbosse in Sachen Prostitution, nun will der Grieche aber noch ins Drogengeschäft einsteigen. Die Todesschützen, der (angeblich) homosexuelle und sadistische veranlagte Costa, der dicke Louis und Rapha (?) arbeiten für die Beiden. Nach dem Tod seiner Schwester geht Polizist Lattuada auf Rachefeldzug. Der Grieche will ebenfalls Rache, da seine Frau aus einem Fenster der Polizeiwache fällt. Selbst Costa will Rache - oder hat einfach nur seinen Spaß an dem ganzen Blutbad.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Dieser Film ist ein reines Phantazie produkt.
    Jede Ahnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen personen ware purer Zufall“
    (Originaltext im Vorspann der deutschen Pressefassung)

     

    Vorab bitte ich tausend Mal um Verzeihung für meine grauenvolle, ungenaue Inhaltsangabe, aber die Story dieses Films ist so verworren, das wäre sehr kompliziert geworden. Und da die Story Schrott ist, hätte sich der Aufwand nicht gelohnt. Was aber keinesfalls bedeutet, dass sich das Anschauen dieses (gar nicht so) kleinen französischen Schundfilmchens nicht lohnt.

     

    In Szene gesetzt und produziert wurde „Todes-Brigade“ von Max Pécas, der eine bemerkenswert sleazige Filmographie vorweisen kann, die u. a. so schöne Titel wie „Töchter der Sünde“ (1967), „Die Sexsklavinnen von Schloss Porno“ (1968), „Greta – Die Fremde kam nackt“ (1970), „Wer spritzt denn da am Mittelmeer“ (1980) oder „Her mit den kleinen Französinnen“ (1983) aufweist. Dabei hat er über die Jahre z. B. mit Euro-Stars wie Elke Sommer, Sophie Hardy, Janine Reynaud, Anne Libert, Brigitte Lahaie, Karine Gambier und Victoria Abril gearbeitet. Zu bemerken wäre aber, dass qualitativ zwischen seinen Arbeiten aus den Sechziger und Siebziger Jahren und seinen letzten Arbeiten in den Achtzigern Welten liegen.

     

    Hier, in die Todes-Brigade werden ein paar nicht unbekannte Schönheiten mit kleinen Parts abgestraft, wie Brigitte Lahaie, Véronique Catanzaro (aus Pierre Reinhardts „Die Rache der lebenden Toten“ bekannt) oder Murièl Montossé, die in einigen Jess Franco-Filmen dabei war.

     

    Was macht diesen Film also sehenswert? Knallhart formuliert, seine völlig absurden und überzogenen Gewaltausbrüche, diese oft in sexuellem Kontext. Und natürlich die dt. Synchro, und es gibt zwei davon! Während die deutsche Pressefassung eine offenbar vom französischen Hersteller eigens in Deutsch (oder so etwas ähnlichem) synchronisierte Fassung mit fürchterlichem Kauderwelsch enthält, wurde für die Verleihfassung eine Neuvertonung hergestellt, die zumindest in etwa den Schwachsinn der Originaldialoge wiedergibt. Leider ist diese Verleihfassung um vier Minuten erleichtert worden, für eine Indizierung hat es aber trotzdem noch gereicht.

     

    Näheres zum „Inhalt“ von Max Pécas‘ Todes-Brigade in den Screenshots, einfach mal reinschauen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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    Links

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