Monster Dog

Puerto Rico | Spanien | Vereinigte Staaten, 1984

  • Originaltitel: Leviatán
  • Alternativtitel:

    Uma Noite de Horror (BRA)

    Monster dog - Il signore dei cani (ITA)

    Los perros de la muerte

    The Bite

  • Regisseur: Claudio Fragasso
  • Kamera: José García Galisteo
  • Musik: Grupo Dichotomy, Dick Maas
  • Drehbuch: Claudio Fragasso
  • Inhalt:

    Der Rocksänger Vince Raven (Alice Cooper) hat gerade sein Musikvideo „Identity Crisis“ abgedreht und will das zweite Video „See me in the Mirror“ in dem Haus drehen, in dem er aufgewachsen ist. Vince war seit 20 Jahren nicht mehr dort, seit die Bewohner der Gegend seinen Vater als vermeintlichen Werwolf vor seinen Augen getötet haben.

     

    Zusammen mit seiner Freundin Sandra (Victoria Vera) und seiner Crew macht sich Vince auf den Weg. Kurz vor der Ankunft begegnet ihnen Sheriff Morrison (Ricardo Palacios), der ihnen von einer wilden Hunde-Meute berichtet, die in der letzten Zeit schon einige Menschen getötet haben. Er rät der Gruppe, sich zu bewaffnen. Als sie Ravens Geburtshaus erreichen, ist der Caretaker Jordan (Emilio Linder) verschwunden, der die Gruppe empfangen sollte.

     

    Während der Dreharbeiten zu „See me in the Mirror“ kommt es zu einem Überfall durch Dörfler der Gegend, die Vince Raven töten wollen, da sie ihn für einen Werwolf und den übernatürlichen Befehlshaber der wilden Hunde halten – die daraufhin das Haus angreifen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Monster Dog“ ist Claudio Fragassos zweiter Spielfilm, und man kann ihn locker nicht nur als eine seine besseren Regiearbeiten bezeichnen sondern in jedem Fall als seinen besten Horrorfilm. Dafür kann es zwei Gründe geben. Zum Einen scheinen doch ein paar Tausender mehr im Budget gewesen zu sein als bei seinen späteren Arbeiten für Filmirage. Ein B-Movie ist „Monster Dog“ aber immer noch. Zum Anderen stellt sich die Frage, wie groß der Einfluss anderer Beteiligter - etwa Carlos Aured - gewesen sein mag, denn insgesamt wirkt das Endergebnis doch sehr Spanisch.

     

    So wurde „Leviatán“ – so der Orginaltitel - in Torrelodones, einem Vorort von Madrid gedreht. Als Line Producer taucht Carlos Aured auf, ebenso wie dessen Motiv der bewaffneten Bergbewohner, wie etwa in Aureds „Blutmesse für den Teufel“ und einigen weiteren spanischen Horrorproduktionen. Hier gibt es dann aber eine Erweiterung, eine bewaffnete Verfolgungsjagd durch die Obergeschosse und Dächer mit deutlichen Western-Anleihen. Auch unter den Nebendarstellern finden sich ein paar bekanntere spanische Gesichter wie Ricardo Palacios und Emilio Linder - Beide unter anderem in ein paar Jess Franco-Filmen dabei - oder etwa Charly Bravo.

     

    Alice Cooper kommt mit der Hauptrolle sehr gut zurecht und hat zwei Songs beigesteuert, von denen zumindest „Identity Crisis“ auch nach ihm klingt. Bei dem zweiten Song, den Cooper in jedem Fall geschrieben hat, würde ich aber streiten, ob er den wirklich selbst singt. Allerdings bin ich auch nicht so der Alice Cooper-Fan, klingt aber irgendwie fremd. Zudem hatten die US-Zuschauer wie üblich ein Problem damit, dass Alice Coopers Stimme in der englischen Fassung gedubbt wurde. Hat man das etwa auch bei dem Song „See me in the Mirror“ gemacht? Darüber hinaus hat irgendwie „The Raven“ vom Alan Parsons Project“ seinen Weg in diesen Film gefunden. Der Score von...ich weiß es nicht. IMdB listet eine „Grupo Dichotomy“ sowie Dick Maas (???), aber egal, die Musik untermalt die unheimlichen Szenarien ebenso passend wie die Actionsequenzen.

     

    Die blutigen Effekte funktionieren ebenso gut wie die Angriffsszenen der Hundemeute. Probleme bereitet dagegen der „Monster Dog“, von dem man kaum mehr als einen nicht sehr beweglichen Kopf zu sehen bekommt. Spätestens in HD sieht das ein wenig billig aus.

     

    Warum also ist „Monster Dog“ ein guter Horrorfilm? Nun, er ist von Claudio Fragasso und man liegt trotzdem nicht vor Lachen unterm Tisch. Vielmehr gelingt es ihm hier wirklich Stimmung und Spannung zu erzeugen, auch wenn man als Zuschauer doch mit ein paar (vertretbaren) Längen konfrontiert wird.

     

    Was noch? Nun, wir sind mitten in den Achtzigern und werden somit mit ein paar schrecklichen Haarkreationen bei den jüngeren Darstellern konfrontiert. Selbst Alice Cooper dürfte sich wohl ungern an seine Frisur in diesem Film zurückerinnern...

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

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