Der Dämon der Insel

Frankreich, 1983

  • Originaltitel: Le démon dans l'île
  • Alternativtitel:

    Piezas asesinas (ESP)

    Demon is on the Island

    Demon of the Island

  • Regisseur: Francis Leroi
  • Kamera: Jacques Assuérus
  • Musik: Christian Gaubert
  • Drehbuch: Francis Leroi, Owen T. Rozmann
  • Inhalt:

    Dr. Gabrielle Martin (Anne Duperey) tritt ihre neue Stelle auf einer Insel an. Die Bewohner versichern ihrer neuen Ärztin wie willkommen sie sei. Doch auf der Insel gibt es bereits seit 8 Jahren einen anderen Arzt, Dr. Paul Marichal, doch dem vertraut niemand mehr.

     

    Schon nach kurzer Zeit stößt Gabrielle auf ungewöhnliche Blutwerte, seltsam veränderte Gehirnstrukturen bei einzelnen Patienten, zudem scheint eine ungewöhnliche Unfallserie die Inselbewohner zu befallen. Gabrielle versucht herauszufinden, was es mit all dem auf sich hat und stößt dabei auf gefährliche Elektrogeräte und ein deformiertes Kind.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Nur selten stößt man auf positive Reviews zu diesem Film. Vielleicht liegt das Problem in der Erwartungshaltung, einen vollblütigen Horrorfilm mit ein paar drastischen Szenen zu sehen zu bekommen. Stattdessen bekommt man einen netten Mystery-Grusler mit überzeugenden Hauptdarstellern und einem ansteigenden Spannungslevel, den der Film aus seiner Story bezieht. Im Grunde wie bei einem TV-Film dieser Art.

     

    Produziert von Patrick Delauneux und Claude Zidi, fiel der Regiestuhl hier Francis Leroi zu, den man größtenteils als Regisseur von Alpha-France-Pornofilmen kennt, sowie einer ganzen Reihe von Emmanuelle TV-Filmen im Jahre 1993 mit Marcela Walerstein, Silvia Kristel und George Lazenby. Zum Stil der Regie gibt es nicht viel zu bemerken, außer dass das ganze solide und streng nach Drehbuch gefilmt scheint, und hätte der Film nur etwas schlechtere Darsteller gehabt, wäre Leroi damit baden gegangen.

     

    Anne Duperey spielt eine Ärztin, leicht überspannt nach einem Trauma, dass sie während ihrer Zeit als „Autobahnärztin“ erlitt, wo sie zu einem Unfall gerufen wurde, um dann dort ihren tödlich verunglückten Ehemann und ihren ebenso toten Sohn vorzufinden. Auf der Insel stößt sie dann auf die bereits in der Inhaltsangabe genannten Merkwürdigkeiten, deren Grund sie herausfinden möchte. Dem entgegen steht aber Jean-Claude Brialy als Dr. Marichal, der es irgendwie fast immer schafft, vor der neuen Ärztin am Ort des Geschehens zu sein. Zwischen den beiden gibt es ein interessantes Wechselspiel, denn Dr. Gabrielles Neugier kollidiert mit ihrer anfänglichen Zögerlichkeit diesem sinistren und sehr dominant erscheinenden Dr. Marichal auf Augenhöhe begegnen zu können.

     

    In den diversen Unfallszenen gibt es ein paar Schockmomente. Insbesondere eine Szene, in der eine Frau es nicht mehr schafft, ihren in der Mikrowelle eingeklemmten Arm zu befreien. Durch die Frontscheibe kann sie (wir Zuschauer sehn das aus dem Innern der Mikrowelle) sehen, wie ihr Arm zusehends erhitzt, brutzelt und verschmort. Bisher ist „Der Dämon der Insel“ bei uns ausschließlich im TV gelaufen, und dort hat man ebensolche Schockmomente fürsorglich für uns entfernt.

     

    Auf dem Festival des Phantastischen Films in Avoriaz erhielt „Der Dämon der Insel“ 1983 den „Prix du suspense.“ Mir persönlich gefiel die ganze Auflösung der Story am Ende nicht.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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