Die Zuhälterin

Österreich | Italien, 1978

  • Originaltitel: Poliziotto senza paura
  • Alternativtitel:

    Código matar (ARG)

    Magnum Cop (FRA)

    A nagy Fox (HUN)

    Fearless (USA)

    Magnum Cop (USA)

    Fatal Charm (Int.)

    Fearless Fuzz (Int.)

  • Deutsche Erstaufführung: 19. Juli 1985
  • Regisseur: Stelvio Massi
  • Kamera: Riccardo Pallottini
  • Musik: Stelvio Cipriani
  • Drehbuch: Franz Antel, Gino Capone, Stelvio Massi
  • Inhalt:

    Eine Wiener Detektei engagiert den Ex-Polizisten und jetzigen Pleitedetektiv Walter (Maurizio Merli), um die Tochter des Bankiers von Straben aus Italien wieder nach Wien zu schaffen. Annalise von Straben (Annarita Grapputo) war zeitweilig als Prostituierte tätig und hat sich nun den Krishnas angeschlossen. Walter gelingt es, Annalise in seine Wohnung zu schaffen, doch auch drei Schlägertypen interessieren sich für sie, und schließlich gelingt es denen, sie ihm abzujagen.

     

    Als von Straben dann erpresst wird, ruft die Wiener Detektei, geleitet von Karl Koper (Gastone Moschin), Walter zu Hilfe. Dieser stößt dort auf den Mord an einem jungen Mädchen, der von der Polizei als Unfall eingestuft wurde und entdeckt eine Verbindung. Seine Ermittlungen führen ihn u. a. zu der Freundin der Getöteten Renate (Jasmine Maimone) und zu einer Bar, in der die kalt-verführerische Brigitte (Joan Collins) als Striptease-Tänzerin agiert.

     

    Renate wiederum scheint aber der Schlüssel zum Ganzen, und ihr Schweigen bringt sie in tödliche Gefahr.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Als italienisch-österreichische Co-Produktion erschien dieser 1978 gedrehte Merli-Krimi erst 1985 in deutschen Kinos. Der deutsche Titel „Die Zuhälterin“ ist nicht nur blöd sondern verrät obendrein Dinge, die man laut Handlungsverlauf ja noch gar nicht wissen soll. Vermutlich ging es darum einfach wenig subtil mit einem solchen Titel und dazu passendem Poster darauf hinzuweisen, dass Joan Collins aus Denver-Clan dabei ist. Die wird im Vorspann auch auf Augenhöhe mit Maurizio Merli genannt, misst man das Ganze aber in tatsächlicher Screentime wäre eher ein „Special-Guest“-Hinweis angemessener gewesen.

     

    Maurizio Merlis Rolle ist hier ein wenig ungewohnt angelegt, denn er blödelt jede Menge herum. In einer Barszene zeigt die Kamera dann sogar Merlis Gesicht als Spiegelbild in einem Portrait von Groucho Marx an der Wand! Armer Commissario Ferro... Natürlich ist Merli kein geborener Komiker und fällt stets sehr schnell in seine gewohnte Hardliner-Darstellung zurück, außerdem sieht er in Latzhose (erste ca. 20 Min.) voll Sch... aus. Nichtsdestotrotz funktioniert das Ganze, einfach nicht von solchen Verirrungen wie Latzhose, Komik oder Joan Collins ablenken lassen, der Film ist spannend durch eine gute Story, das Zusammenspiel von Merli und Moschin recht witzig, gute Kameraarbeit von Riccardo Pallottini, und der anfangs noch recht unauffällige Soundtrack von Stelvio Cipriani steigert sich zum letzten Drittel hin.

     

    Jasmine Maimone, von der niemand so wirklich weiß, wann sie eigentlich geboren wurde, kommt anfangs wirklich wie ein sehr junger Teenager rüber, schaut man aber genauer hin, ist das so wohl nicht haltbar. Maimone wurde 1983 „Miss Rom“ und war außerdem z. B. in „Scandalöse Gilda“, Bavas „Dämonen“ und Cozzis „Dead Eyes“ und „Paganini Horror“ dabei. In weiteren Rollen Werner Pochath, natürlich als Schurke, Franco Ressel, Salvatore Billa und Massimo Vanni.

     

    Die Fassung, die mir hier vorlag, ist mit einer Laufzeit von 93 Min. ca. 8 Minuten länger als die deutsche Fassung.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

    Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast.