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Wilder Dreier

Italien, 1990

  • Originaltitel: Sapore di donna
  • Alternativtitel:

    Hot Lust at the Disco

    Threesome Wild

    Liebesfalle

  • Regisseur: Mario Gariazzo
  • Kamera: Aldo Ricci
  • Musik: Paolo Rustichelli
  • Drehbuch: Mario Gariazzo
  • Inhalt:

    Perry (David D’Ingeo) ist unsterblich in das blonde Supergestell Carmen (Filomena Campagna) verliebt und will sie auch heiraten. Seine Eltern sind dagegen, denn Perry soll erst sein Studium absolvieren. Nachdem er Carmen einen Verlobungsring gekauft hat, betrügt sie ihn mit einer Disco-Bekanntschaft und verliert dabei den Ring. Perry schwört sich, nie wieder einer Frau zu vertrauen, und seine Eltern schicken ihn zum Medizin-Studium nach Venezuela.

     

    Er kommt bei einer „alten Freundin“ seiner Mutter unter, die sich als weniger alt entpuppt als er sie sich vorgestellt hat, der alleinstehenden Laurie (Valentine Demy). Zudem hat sie eine äußerst attraktive Stieftochter – Sheila (Debora Cali) – die sich sehr schüchtern und zugeknöpft gibt. Perry verliebt sich in sie, doch Sheila hat ein Geheimnis: sie posiert als Nacktmodell.

     

    Als Perry in einer Zeitschrift Aktbilder von Sheila findet, konfrontiert er sie recht ungeschickt damit, was zu einer gemeinsamen Liebesnacht führt. Doch danach geht Sheila ihm aus dem Weg. Diese Lücke nutzt Laurie, um den jungen Mann zu verführen. Sheila, die zuvor nichts mehr von ihm wissen wollte, ist das aber nun auch nicht recht, und so sucht sie Perry wieder an sich zu binden.

     

    Unterdessen hat Perry seine Liebesprobleme mit den zwei attraktiven Frauen einem Studienfreund anvertraut, ohne zu ahnen, was er damit anrichtet.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Ich komme! Ich komme! Ich komme!“
    „Na endlich...“

     

    Mario Gariazzos „Wilder Dreier“ von 1990 wurde ebenso wie der 1988 entstandene Erotik-Krimi „Liebesfalle – Love Web“ in Venezuela gedreht, stellt diesem gegenüber aber einen deutlichen Fortschritt dar. Zum Einen gibt es ein paar äußerst witzige Dialoge, gerade zu Anfang in der Beziehung zwischen Perry und Carmen. Als Perrys Vater sich beschwert, dass die Beiden es immer im Fahrstuhl treiben und diesen dabei für andere Hausbewohner blockieren, antwortet ihm sein Sohn, Carmen sei eben ein anständiges Mädchen, sie wolle vor der Hochzeit nicht mit ihm ins Bett gehen. Das wird weiter durchgezogen als die Zwei auf dem Bett liegen und einen Porno gucken, Perry will ihr an die Wäsche, fängt sich dafür eine, und muss es mit Carmen im Badezimmer treiben. Dabei ginge es ums Prinzip, meint Carmen. Diesem Prinzip bleibt sie sogar noch treu als sie Perry betrügt (mit „Mr. Macho“ aus „Liebesfalle – Love Web“) - im Auto.

     

    Ebenfalls komisch ist es, wenn Sheila Perry aus dem Weg geht und er frustriert auf dem Bett liegt und darüber sinniert, dass ihm nur noch das Magazin mit Sheilas Nacktfotos geblieben ist. Ja, so ist das, wenn man verlassen wird, alles was bleibt sind Erinnerungen und ein paar einsame Momente in Gesellschaft von Schmuddelheftchen. Einen weiteren Fortschritt stellen hier die weiblichen Darstellerinnen dar. Filomena Campagna hat eine sehr schöne Figur, nur die blonden Haare und das Make-up sind etwas zu pornomäßig aufgebrezelt. Debora Cali wiederum hat ein wirklich süßes Gesicht und einen schönen Körper, gibt es nichts dran auszusetzen. Valentine Demy hat hier als Laurie eine gute Rolle, die auch zu ihr passt. Die wirkliche Überraschung des Films ist allerdings ein recht kreatives Ende, das man so nicht erwartet.

     

    „Wilder Dreier“ erschien ebenso wie „Love Web - Liebesfalle“ von der VZ-Handelsgesellschaft auf DVD, und hier beginnen die Probleme. Wieder dasselbe verratzte Bildformat, und obendrein geschnitten, denn von der Vergewaltigungsszene fehlen anderthalb Minuten. Man sieht lediglich wie der Kerl die Frau aufs Bett wirft und dann – krrrzzz– knöpft er sich auch schon die Hose wieder zu und tschüss, Madam. Wenn es sich bei der limitierten Veröffentlichung von Celluloid Movies/VZM tatsächlich nur um ein Repack handelt, dürfte die ebenfalls gekürzt sein, kann ich aber nicht hundertprozentig verifizieren.

     

    Fazit: „Flotter Dreier“ ist sicher kein Meisterwerk des erotischen Films – weit gefehlt – aber sehr unterhaltsam. Zudem muss man sich nicht mit einer langweiligen Krimihandlung rumärgern. Obige Screenshots stammen nicht von der deutschen DVD sondern von einer englischsprachigen Veröffentlichung im korrekten Bildformat 4:3.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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