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War Baby - Rebellen des Todes

Italien, 1991

  • Originaltitel: Il diavolo nella carne
  • Alternativtitel:

    Le diable dans la peau (FRA)

    Devil in the Flesh

    War Baby - Rebellen des Todes

  • Regisseur: Joe D'Amato
  • Kamera: Joe D'Amato
  • Musik: Luigi Ceccarelli
  • Drehbuch: Laurence Falcon, Steve Morelli
  • Inhalt:

    Irgendwo in Südamerika. Den Rebellen ist es gelungen die Regierung zu stürzen und die Macht im Staat zu übernehmen. Die Söldner Sammy und Klaus erhalten den Auftrag den Premierminister ausfindig zu machen und ihn lebendig zur Grenze zu bringen. Sollte das ehemalige Staatsoberhaupt die Tour nicht überleben, erhalten die Söldner auch nicht die vereinbarte Prämie – und die beläuft sich immerhin auf 150.000 Dollar. Doch bevor die Arbeit losgeht, lassen sich die beiden Legionäre (und ihr verletzter Schützling) in einer Krankenstation nieder und dort gibt es einige unbefriedigte Krankenschwestern...

  • Autor: Frank Faltin
  • Review:

    Im Prinzip bietet „Warbaby“ eine Handlung die für einen Beitrag im Sektor von (S)Exploitation und Roughie absolut ausreichend ist. Eine einfache - und meist fruchtende - Grundlage. Doch um ein mit Sex, Action und Gemeinschaftsfeindlichkeit besetztes Flagschiff sicher durch die „Trash-Gewässer“ zu lotsen, muss sich der Captain an ein paar Spielregeln halten. Einem Regisseur wie Joe D´Amato, der im Sleaze zuhause ist, sind diese Regeln natürlich hinreichend bekannt, aber er hatte bei „Warbay“ kein Interesse sich an diese zu halten. Was Aristide Massaccesi hier abliefert, ist einer der schlechtesten Beiträge die das italienische Genrekino zu bieten hat. Ein unzulänglicher und trister Verschnitt aus Schmuddelerotik und miserabel inszenierter Action. Dazu kommen Schauspieler die man nur noch als Knallchargen bezeichnen kann. Wayne Camp als Klaus und Robert LaBrosse als Sammy. Ein Team, das in seiner Peinlichkeit nur schwierig zu überbieten ist.

     

    Außenaufnahmen gibt es selten. Der Film spielt überwiegend in einem schäbigen Gebäude welches dem Rezipienten als Krankenstation vorgestellt wird. Das Etablissement entpuppt sich allerdings als Liebesnest für das Söldnerduo. Gerade Klaus spielt sich hier in den Vordergrund. Einige Sexszenen sind extrem schlecht beleuchtet, so dass herzlich wenig zu erkennen ist. Zumindest hier hätte ich dem Fachmann D'Amato mehr Fingerspitzengefühl zugetraut. Die Sexmomente sind in keiner Weise prickelnd und ordnen sich - bei der ohnehin ziellosen Inszenierung - dem Leerlauf unter. Wenn das schon nicht klappt, was soll dann klappen? Die musikalische Untermalung? Nein, denn diese ist ebenfalls unerträglich.

     

    „Niemand ist bisher gestorben weil er gefickt wurde!"
    (Sammy)

     

    Das italienische Genrekino ist sehr umfangreich besiedelt, und man kann sich nicht immer die Rosinen rauspicken, denn das Fallobst gehört ebenfalls dazu. Das der Bodensatz allerdings einen derart faulen Apfel bietet…

     

    Die Frage, warum solche Filme niemals im Kino gelaufen sind, und ihren Weg „nur“ in die Videotheken fanden, ist leicht zu beantworten. Sie sind einfach scheisse! Das tut sich kein Verleiher an.

  • Autor: Frank Faltin
  • Veröffentlichungen:

    „Warbaby“ wurde 2005 von Cult Cinema International in Deutschland erstveröffentlicht. Bei der später von X-Gabu releasten Auflage handelt es sich um ein Repack der Cult Cinema International-DVD. Diese wurde als No. 15 in die „Joe D'Amato Serie“ von X-Rated aufgenommen. Interessant ist, dass es sich beim Cover um eine spiegelverkehrte Variante des Geiselgasteig VHS-Cover zu „Hölle des Dschungels“ aka „Treibjagd auf Liebeshexen“ handelt. Die Bildqualität der DVD ist bestenfalls durchschnittlich.

  • Autor: Frank Faltin
  • Links

    OFDb

    IMDb

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