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Valentine - Von allen geliebt

Italien, 1989

  • Originaltitel: Desiderio sfrenato del piacere
  • Alternativtitel:

    Hard Car - Desiderio sfrenato del piacere

    Desiderio sfrenato

    Hard-Car - Das Lustobjekt

    Liebe auf Asphalt

  • Regisseur: Giovanni Amadei
  • Kamera: Pasquale Fanetti
  • Musik: Jay Horus
  • Inhalt:

    Der unscheinbare Buchhalter, Claudio Damiato, überwies schwarze Firmengelder auf diverse Schweizer Nummernkonten. Die Codewörter speicherte er auf einer Diskette. Beste Vorraussetzungen für einen sorgenfreien Ruhestand. Doch bevor Claudio den Reichtum genießen konnte, starb er. Damiato war allerdings kein Kostverächter und bei einem seiner erkauften Liebesstündchen plauderte er ein wenig aus dem Nähkästchen.

     

    Claudios engste Mitarbeiterin (Annie) soll nun, im Auftrag ihres Freunds (Hector), diesen ominösen Datenträger organisieren. Natürlich hat Annie keine Ahnung welche prekären Daten auf der Diskette enthalten sind. In Damiatos ehemaligen Büro angekommen, beobachtet die junge Frau einen Mord, wird kurze Zeit später das Opfer einer Vergewaltigung und …

     

    … wer ist eigentlich der Typ, der Annie ständig verfolgt?

  • Autor: Frank Faltin
  • Review:

    Die recht umfragreich klingende Story wird vom Hauptcharakter (Annie) innerhalb eines kurzen Monologs vorgestellt. Was sich eigentlich recht interessant anhört, entpuppt sich jedoch als „heiße Luft“. Zudem laufen während der opening credits im Hintergrund (wo auch sonst?) Bilder, die den Filmverlauf spoilern. Somit werden die Handlungsabläufe bereits innerhalb der ersten (ca.) 4 Minuten verraten.

     

    Was passiert sonst noch? Oder anders gefragt, passiert überhaupt noch was?

     

    Nicht wirklich, denn Annie, Anja oder Valentine, wie man sie auch nennen mag, spaziert lustlos (körperliche Begierden ausgeklammert) durch einen misslungenen Erotik-Thriller. Während dieses Bummels nutzt der Regisseur (Giovanni Amadei) jede Gelegenheit seine Hauptdarstellerin nackt in Szene zu setzen. In Anbetracht ihres Luxuskörpers, stellen diese Momente auch gleich die einzigen Highlights dieses Machwerks dar. Valentine Demy ist mit ihrer „Mia Wallace Perücke“ nett anzuschauen, aber das war es auch schon. Ihre Sexmomente sind absolut unerotisch, und ihre schauspielerischen Fähigkeiten reißen beileibe „keine Bäume aus“. Vielleicht auch der Hauptgrund, warum es in ihrer Karriere nicht so richtig lief. Nach einigen Auftritten in Erotikfilmen folgte eine kleine „Durststrecke“, die sie „wahrscheinlich“ dazu brachte (1997) ins HC-Gewerbe zu wechseln.

     

    Neben Mord und einer Fastvergewaltigung, bringt Amadei eine selten dämliche Verfolgungsjagd ein, die sich über den gesamten Film dahin zieht. Die Preisfrage, wer denn der ominöse Fremde sein könnte, wird im Eilverfahren abgecheckt. Der Film bietet keine Überraschungen, da er (ich erwähnte es bereits) seine Abläufe zu Beginn spoilert. Ganz toll für einen „Streifen“ der, zumindest in zweiter Instanz, als Thriller begriffen werden soll.

     

    Auch die Kameraarbeit kann nichts zu einer Milderung des negativen Eindrucks beitragen. Dabei ist der Kameramann (Pasquale Fanetti) doch eigentlich ein „alter Hase“ unter den Filmkurblern, von dem man wesentlich mehr erwarten konnte. Allein diese Tatsache unterscheidet ihn zu seinem künstlerischen Leiter (Giovanni Amadeider), der von Regie eher wenig Ahnung hat.

     

    Fazit: Ein um Erotik bemühtes Szenarium, dessen Grundeinfälle sich bereits in den ersten Minuten verbraucht haben. So böse es klingen mag, aber „Valentine - von allen geliebt“ ist einer der Filme, die (so ziemlich) jede Kompetenz vermissen lassen.

  • Autor: Frank Faltin
  • Veröffentlichungen:

    „Valentine - Von allen geliebt“ wurde ca. 2013 / 2014 (von X-Rated) in Deutschland veröffentlicht. Innerhalb der überschaubaren Extras (zum Film) findet man zwei italienische Filmposter, sowie eine Bildergalerie. Die Bildqualität ist okay, die deutsche Synchronisation weniger.

  • Autor: Frank Faltin
  • Links

    OFDb
    IMDb

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