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Die Unschlagbaren

Italien, 1969

  • Originaltitel: Gli intoccabili
  • Alternativtitel:

    A Fúria dos Intocáveis (BRA)

    Las Vegas, 1.970 (ESP)

    Les intouchables (FRA)

    Los Intocables (MEX)

    Os Intocáveis (POR)

    Machine Gun McCain (USA)

    The Untouchables

    American Roulette

  • Deutsche Erstaufführung: 30. April 1971
  • Regisseur: Giuliano Montaldo
  • Kamera: Erico Menczer
  • Musik: Ennio Morricone
  • Drehbuch: Mino Roli, Ovid Demaris, Israel Horovitz, Giuliano Montaldo
  • Inhalt:

    Hank McCain, der nach seinem letzten Raub zusammen mit seiner damaligen Partnerin Rosemary Scott (Gena Rowlands) zu einer lebenslänglichen Haftstrafe in St. Quentin verurteilt wurde, wird nach 12 Jahren vorzeitig entlassen. Erwartet wird er von seinem Sohn, der ihm einen neuen Coup vorschlägt, nämlich das Spielcasino „Royal“ in Las Vegas auszurauben, wofür ihm 25.000 Dollar und später 50% der Beute angeboten werden.

     

    Doch Hank ist nicht dumm und weiß, dass sein Sohn nur ein kleiner Gauner ist, der niemals selbst hätte die 25.000 Dollar aufbringen können. Und so bringt Hank durch alte Kontakte in Erfahrung, dass der Plan für den Casino-Raub von dem kleinen Mafiaboss Charlie Adamo (Peter Falk) stammt, der ursprünglich vorhatte, sich über das Casino nach Las Vegas einkaufen zu können aber abgewiesen wurde.

     

    Auch Charlie Adamo bringt etwas in Erfahrung, dass ihn bis ins Mark erschüttert, denn  plötzlich taucht einer der obersten Mafiabosse Don Francesco DeMarco (Gabriele Ferzetti) bei ihm auf und erklärt ihm, dass das „Royal“ ihm und zwei anderen Oberbossen gehört. Adamo und seine rechte Hand Mazzanga (Luigi Pistilli) suchen den Raub abzublasen, dabei stirbt Hank McCains Sohn.
    Hank hat keineswegs die Absicht, zurückzuweichen. Er will den Raub allein durchziehen, lediglich unterstützt von seiner neuen Partnerin Irene (Britt Ekland) und einer Reihe von Bomben, die er großzügig im und um das Royal verteilt hat.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Ich war überrascht, im Internet so viele eher durchwachsene Reviews zu diesem Film zu finden. Grund dafür mag die Tatsache sein, dass es sich hier, wie man schon allein an der Besetzung erkennen kann, um einen klassischen Heist-Film der A-Klasse handelt, und somit der Italo-Trash-Faktor quasi nichtexistent ist.
    Das ist aber natürlich keineswegs von Nachteil.

     

    Giuliano Montaldo führte Regie und liefert ähnlich wie schon bei „Tob Job“ oder „Sacco und Vanzetti“ absolutes Oberliga-Kino ab, untermalt von einem großartigen Ennio Morricone-Soundtrack – dirigiert von Bruno Nicolai - und herrlich beweglich fotografiert von Erico Menczer. Gedreht wurde in San Francisco, Los Angeles, New York, Las Vegas und in den De Paolis Studios in Rom.

     

    John Cassavetes spielt die Titelrolle des „Machine Gun McCain“ (internationaler Titel des Films) schwer durchschaubar und unberechenbar. Erwähnenswert in jedem Fall auch Peter Falk, in einer eher ungewohnten Rolle, aber überzeugend als wenig sympathischer Mafiagangster, der durch Don Francesco DeMarco in Bedrängnis gerät, der von dem kürzlich verstorbenen Gabriele Ferzetti dargestellt wird. In einer Nebenrolle am Ende Tony Kendall als Killer. Bei den Frauen findet man neben Co-Star Britt Ekland noch Florinda Bolkan als Charlie Adamos Frau, und am Ende gibt es einen sehenswerten Gastauftritt von Cassavetes‘ Frau Gena Rowlands.

     

    Ein paar kleine Logiklücken gibt es geschenkt, denn Hank McCain wird ja keineswegs als dummer Gangster dargestellt, trotzdem scheint er nach dem Raub keinen Fluchtplan zu haben, obwohl ihn ja die Mafia jagen wird, und er das weiß. Stattdessen sucht er die zwei Personen auf, wo man ihn logischerweise als Erstes suchen würde.

     

    Der einzige Wehrmutstropfen für mich ist aber die Lauflänge des Films: nachdem „Gli intoccabili“ 1969 in Cannes noch mit einer Lauflänge von ca. 116 Minuten zu sehen war, wurde er für das internationale Release auf knapp 95 Minuten herunter gekürzt. Das gilt auch für die US-BD und die deutsche DVD von e-m-s. Ob „Die Unschlagbaren“ seit seiner Erstaufführung überhaupt irgendwo in einer längeren Fassung veröffentlicht wurde, ist mir allerdings nicht bekannt.

     

    In jedem Fall ist „Die Unschlagbaren“ ganz großes Italo-Kino und die Anschaffung der US-BD allemal lohnenswert. Die kräftigen Farben der Blue Underground-BD treiben einem als Filmfan die Tränen der Rührung in die Augen. Es sei denn, ein deutsches Label möchte sich dem Ganzen noch mal richtig annehmen...

  • Autor: Gerald Kuklinski
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