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The Last Jaws - Der weiße Killer

Italien, 1981

  • Originaltitel: L'ultimo squalo
  • Alternativtitel:

    El último tiburón (ESP)

    La mort au large (FRA)

    The Last Shark (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 30.04.1981
  • Regisseur: Enzo G. Castellari
  • Kamera: Alberto Spagnoli
  • Musik: Guido De Angelis, Maurizio de Angelis
  • Drehbuch: Ramón Bravo
  • Inhalt:

    In South Bay laufen die Vorbereitungen für die alljährliche Windsurf-Regatta auf Hochtouren und die junge Teilnehmer-Elite ist fleißig am trainieren. Allerdings verschwindet der Favorit während seiner Übung auf dem Meer spurlos, gefunden wird nur ein Teil seines Surfbretts, versehen mit heftigen Biss-Spuren. Der Schriftsteller Peter (James Franciscus) und der erprobte Fischer Hammer (Vic Morrow) vermuten sofort eine Haifisch-Attacke dahinter, aber Bürgermeister Wells (Joshua Sinclair) will davon nichts wissen, denn schließlich verspricht er sich von der bevorstehenden Regatta einen Wahl-Aufwind für seine Kandidatur als Gouverneur. Also beschliesst man, das Event unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen, aber die Rechnung wurde ohne den gnadenlosen Killerfisch gemacht...

  • Autor: Tobias Reitmann
  • Review:

    Das die Italiener immer gut für's "Abkupfern" erfolgreicher Filme waren, sollte wohl hinlänglich bekannt sein. So wurde in der Hochphase des italienischen Tierhorrorfilms, eine schmackhafte Variante von Steven Spielberg's "Der weiße Hai" gedreht, welche noch etwas mit Joe Dante's "Piranhas" garniert wurde, dazu noch ein bisschen Action, dafür weniger Suspense und fertig war Castellari's Strandhorror.

     

    Unter den Darstellern befinden sich natürlich viele bekannte Gesichter, welche schon in etlichen Castellari-Werken mitwirken durften. Sei es seine Tochter Stefania, Romano Puppo, Giancarlo Prete, Massimo Vanni, Joshua Sinclair oder sein Bruder Ennio Girolami. Prägend für den Film sind natürlich die beiden Amerikaner James Franciscus und Vic Morrow, welche der Killerbestie den Kampf ansagen und als unfreiwilliges Duo, trotz kleinen Differenzen, sehr gut miteinander harmonieren.

     

    Musikalisch gibt es hier und da ein paar discoid-poppige Klänge der Angelis-Brüder, zwar nicht gerade der große Wurf, aber auch kein Sound, welcher zum weghören animiert. In den Action-Sequenzen hätte man sich zwar etwas mehr musikalische Untermalung gewünscht, aber das zieht Castellari's Film jetzt nicht unnötig runter. Das die beiden Brüder schon viel bessere Soundtracks gezaubert haben, sollte wohl bekannt sein und so bleibt unterm Strich eine solide, etwas zurückhaltende Leistung dieses vielversprechenden Duos.

     

    Aus Sicht der benutzten Effekte sollte man jetzt keine Wunder erwarten, dennoch gelingt es Onkel Enzo ein bißchen von seiner Vision der Action in diesen Tier-Horror zu integrieren. Denn die wuchtigen Explosionen, wenn der Hai seine Opfer attackiert, sehen schon toll aus, auch wenn viel Unterwasser-Material aus Archiven zusammengekratzt wurde. Ja, auch hier mangelte es an Geldmitteln, welche es nicht erlaubten, dem großen Vorbild in irgend' einer Weise gerecht zu werden, aber ich denke, dass dies von Castellari auch gar nicht beabsichtigt war. So wird auch ohne große Effekthascherei eine gelungene Sause abgeliefert, welche auch nach mehrmaligen Schauen nicht zu langweilen droht, da hier weniger zwischemenschliche Konflikte eine Rolle spielen, sondern lieber schnell in Richtung Höhpunkt geritten wird, welcher dank Enzo's vorhandenem Gespür immer neu definiert wird, auch wenn die Vorausschaubarkeit natürlich auf Dauer besteht - aber soll man das jetzt Castellari's Werk wirklich negativ ankreiden? Ich sage nein und geniesse lieber diesen unterhaltsamen Strandterror, als die "Jaws"-Fortsetzungen, welche nach diesem Rip-Off entstanden!

  • Autor: Tobias Reitmann
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