Der Superbulle jagt den Ripper

Italien, 1979

  • Originaltitel: Assassinio sul Tevere
  • Alternativtitel:

    Assassination on the Tiber (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 04. Februar 1983
  • Regisseur: Bruno Corbucci
  • Kamera: Giovanni Ciarlo
  • Musik: Carlo Rustichelli
  • Drehbuch: Bruno Corbucci, Mario Amendola
  • Inhalt:

    Die “Tiberfreunde“, fünf korrupte Geschäftsleute, treffen sich auf dem Hausboot des Kleinganoven „Er Pinna“, das Licht geht aus, und der Geschäftsmann Ruffini hat ein Messer im Rücken. Nur einer der Anwesenden kann der Täter sein, so glaubt man, und die Polizei verhaftet Er Pinna, der ein alter Freund von Nico Giraldi (Tomas Milian) ist. Giraldi glaubt nicht an die Schuld seines Freundes und versucht den Fall zu klären.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Wie man aus der Inhaltsangabe ersehen kann, ist der deutsche Titel nur irreführend, denn einen wirklichen „Ripper“ gibt es nicht.

     

    „Assassinio sul Tevere“ ist aber einer der besseren Superbulle-Filme, mit ein paar kleinen Defiziten.

     

    Die Actionszenen sind im Großen und Ganzen o.k., sieht man mal von einer sehr misslungenen Flugzeugexplosion ab. Auf dem italienischen Plakat sieht man Tomas Milian auf einem springenden Pferd, und die Szene im Film, in der man ihn gar in Zeitlupe mit dem Pferd über einen Betonpfeiler springen sieht, zeigt, dass er diesen Stunt anscheinend sogar selbst gemacht hat. In einer anderen Szene dagegen, wo sich Giraldi einfach vom Hausboot in den Tiber gleiten lässt, sieht man eindeutig einen Stuntman mit schwarzer Lockenperücke. War der Tiber Milian zu schmutzig oder kann er nicht schwimmen?

     

    Der Humor stimmt und ja, auch Bombolo, den viele der deutschen Zuschauer so gar nicht lustig finden, ist im italienischen Original wirklich witzig. Bei Bombolo versagt wohl schlicht und einfach die deutsche Synchro, und das nicht nur in diesem Film.

     

    Was „Assassinio sul Tevere“ dagegen fehlt, ist handfeste Krimi-Dramatik, die Vermischung von Komödie und Krimi-Elementen kann Bruno Corbucci besser – wenn er wollte.

     

    Was hier meiner Ansicht nach leider überhaupt nicht passt, ist Carlo Rustichellis Gastspiel als Komponist der Giraldi-Serie. Sein musikalischer Beitrag schwankt zwischen völlig unauffällig bis total nervig.

     

    Auf jeden Fall macht der Film aber wirklich Spaß, ohne, wie spätere Beiträge der Reihe, komplett in Albernheit abzudriften.

     

    Gesichtet wurde die italienische DVD-Version von 01 Distribution, die ein etwas unscharfes Bild aufweist, englische Untertitel gibt es im Internet, und schließlich kann man DVD’s herrlich zerpflücken und nach Eigenbedarf optimiert wieder zusammenpuzzeln. Eine deutsche DVD steht leider noch aus.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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