Der Superbulle jagt den Paten

Italien, 1978

  • Originaltitel: Squadra Antimafia
  • Alternativtitel:

    Little Italy (USA)

    Nico con la Esquadra Antimafia (Spanien)

    Brigade Anti-Mafia (Frankreich)

  • Deutsche Erstaufführung: 22. Januar 1982
  • Regisseur: Bruno Corbucci
  • Kamera: Marcello Masciocci
  • Musik: Goblin
  • Drehbuch: Bruno Corbucci, Mario Amendola
  • Inhalt:

    Nach dem Mord an einem Mafiosi während eines inszenierten Gefängnisaufstands wird Nico Giraldi (Tomas Milian) undercover ins Gefängnis eingeschleust, um etwas über den Auftraggeber des Mordes herauszufinden. Dieser befindet sich offenbar in New York, wo Giraldi seine Ermittlungen fortsetzt. Der Drahtzieher scheint Don Gerolamo Giarra (Eli Wallach) zu sein. Unterstützt wird Giraldi von dem Kellner Salvatore (Enzo Cannavale), gejagt von der hässlichen Tochter des Dons (Margherita Fumero), die sich unsterblich in Giraldi verliebt hat.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Nico Giraldis vierter Filmeinsatz als „Superbulle“ ist auch wieder eine halbwegs gelungene Mischung aus Komödie und Krimi-Action. Für den komödiantischen Teil dienen als Verstärkung zur Eröffnungsszene mit Bombolo diesmal außerdem Enzo Cannavale als Koch Salvatore sowie dessen betrügerische Ehefrau und seine Schwester, bei der Giraldi für sexuelle Gegenleistungen kostenlos wohnen darf. In einer weiteren Nebenrolle als Salvatores Sohn (in der deutschen Synchro dagegen nur irgendein Hilfskoch) ist Tomas Milians eigener Sohn zu sehen. Ebenfalls für mehr als eine herrlich schräge Szene sorgt Margherita Fumero, die die hässliche, in Giraldi verliebte Tochter des Dons spielt. Besonders bizarr hier die Szene, in der sie Giraldi mit vorgehaltener Waffe dazu zwingt, für sie zu tanzen. Leider ist sie aber auch für den Zuschauer ein wenig anstrengend, hier geht es aber noch, anders als im Nachfolger „Der Superbulle gegen Amerika“ wo sie nur noch nervt.

     

    Als Don natürlich Eli Wallach, der zu Anfang auffallend zurückhaltend agiert, schließlich aber doch noch die Kurve kriegt und zumindest eine solide, wenn auch nicht herausragende Performance gibt.

     

    Krimihandlung und Action sind solide gemacht und werden hier mit passender Musik von „Goblin“ untermalt, die zum Teil von ihrer LP „Volo“ stammt.

     

    Unangenehm fällt eine Szene auf, kurz vor der vierzigsten Minute. Hier wird Giraldi von zwei Schlägern angegriffen, und leider sieht man nur allzu deutlich mehrfach das Gesicht des Stuntman (siehe Snapshots). Tatsächlich scheint Milian bei dieser Szene gar nicht persönlich anwesend, nicht mal für eine kurze Nahaufnahme.

     

    Fazit: noch immer einer der besseren Giraldi-Filme.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Veröffentlichungen:

    Wieder eine DVD von Savoy/e-m-s, das gleiche verwaschene Master wie die italienische DVD, mit deutschem und englischem Ton. Für 5 Euro annehmbar. Aber mal im Ernst, liebe Covergestalter, sollte der knallgelbe Sticker „Gaststar: Kaiser Franz Beckenbauer“ (Archivaufnahmen eines Fußballspiels) wirklich Käufer anlocken? Ich habe sie aber trotz Beckenbauer gekauft...

  • Autor: Gerald Kuklinski
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