Der Superbulle gegen Amerika

Italien, 1979

  • Originaltitel: Squadra Antigangsters
  • Alternativtitel:

    The Gang that sold America (USA?)

    Brigade Anti-Gangster (Frankreich)

  • Deutsche Erstaufführung: 20. März 1981
  • Regisseur: Bruno Corbucci
  • Kamera: Giovanni Ciarlo
  • Musik: Goblin
  • Drehbuch: Bruno Corbucci, Mario Amendola
  • Inhalt:

    Nico Giraldi, der Superbulle, will in seinem fünften Filmabenteuer seinem Freund Salvatore und seiner Familie aus ihren Schulden bei der Mafia heraushelfen. Dafür will er die hässliche und nervige Tochter des inzwischen verstorbenen Don Giarra becircen, die jedoch inzwischen verlobt ist. Dabei kommt er auf die Spur eines gewaltigen Betrugs, den einer der Mafiabosse an seinen Partnern begehen will.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Diesmal ist „Toni Marroni“ (Nico Giraldi) komplett in den USA unterwegs, in New York und Miami. Bruno Corbucci fährt hierfür einige der Charaktere aus dem Vorgänger „Der Superbulle jagt den Paten“ auf: Salvatore (Enzo Cannavale) mit seiner Familie und die durchgeknallte Tochter des Mafia-Dons Giarra (Margherita Fumero), der aber bereits das Zeitliche gesegnet hat - Eli Wallach wollte wohl nicht noch mal.

     

    Verzichtet wurde dafür auf die sonst in nahezu allen Giraldi-Filmen vertretene Crew seines Polizeireviers sowie Bombolo.

     

    Aber der Film funktioniert nicht wie gewohnt. Die bis dahin recht gelungene Mischung aus Komik und härterer Krimigangart, für die Bruno Corbuccis Regie bis dahin Garant war, wurde hier zu einem unglaublich seichten Nachmittagsfilmchen, was auch auf den fürchterlichen Disco-Soundtrack von „Goblin“ zurückzuführen ist, die den durchaus zahlreichen Actionszenen die Spannung nehmen. Man fragt sich, in welcher Besetzung „Goblin“ diesen aufgenommen haben.

     

    Margherita Fumeros Rolle, die im Vorgänger noch ganz witzig war, nervt hier nur noch.

     

    Dass man sich den Film trotzdem noch ansehen kann, muss man wohl ausschließlich Tomas Milian und Enzo Cannavale zuschreiben.

     

    Zum Glück ist der Nachfolger „Der Superbulle jagt den Ripper“, der in Italien nur ein halbes Jahr später in die Kinos kam, wieder besser gelungen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast.