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Specters ...Mächte des Bösen

Italien, 1987

  • Originaltitel: Spettri
  • Alternativtitel:

    Spectre (FRA)

    Catacomb (SWE)

    Specters (Int.)

  • Regisseur: Marcello Avallone
  • Kamera: Silvano Ippoliti
  • Musik: Lele Marchitelli, Danilo Rea
  • Drehbuch: Marcello Avallone, Andrea Purgatori, Dardano Sacchetti, Maurizio Tedesco
  • Inhalt:

    Die Arbeiten an einem U-Bahntunnel lösen in der Ausgrabungsstätte von Professor Lasky (Donald Pleasance) ein Erdbeben aus. Zusammen mit seinen Studenten entdeckt er einen zuvor verschütteten Gang, in dem sich zahlreiche alte Artefakte finden. Darunter ein seltsam geformter Dolch und ein steinerner Sarkophag. Warnhinweise raten davon ab, diesen zu öffnen, doch wer hört schon auf sowas?

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Wir schreiben das Jahr 1987, und unter Berücksichtigung dieses für den Italo-Film recht fortgeschrittenen Datums bin ich keinesfalls bereit, den Film so schlecht zu bewerten, wie es andere tun.

     

    „Spettri“ ist ein für 1987 herausragender Horrorfilm, weitaus weniger dilettantisch produziert, als andere Horrorbeiträge der Italiener Ende der Achtziger. Marcello Avallone, der später ebenfalls den beachtenswerten Horrorfilm „Maya“ drehte, setzt hier ganz auf Atmosphäre, was dank gelungener Beleuchtung und sorgfältiger Ausstattung auch gelingt, professionell fotografiert von Silvano Ippoliti. In einer Gastrolle sehen wir Erna Schurer in ihrem letzen Filmauftritt, Donald Pleasence dagegen kaum originell, ist aber andererseits zu sehr Profi, um etwas falsch zu machen. Die übrigen Darsteller sind als erträglich einzustufen.

     

    Spezialeffects und Monster kommen von Sergio Stivaletti, Barbara Morosetti und Dante Trani, und hier beginnen die Probleme bei den unterschiedlichen Fassungen. Der ohnehin eher geringe Blutanteil wird durch eine entschärfte Version getrübt. Die ganze Geschichte liest sich wie folgt: in Großbritannien erschienen zwei Videotapes, eine winzige Auflage ab 18 und die gängigere Fassung mit Freigabe 15+, die in einigen Szenen früher abbricht und Nackheit weitgehend vermeidet. VPS, also die deutsche Fassung, hat man recht zielsicher die kürzere Fassung angedreht, FSK-Flatschen ab 18 drauf, fertig. Die ist somit geschnitten, auch wenn einige Verkäufer im Internet etwas anderes behaupten.

     

    Übermäßig dramatisch ist das Ganze aber nicht, denn in allen Fassungen geht es um Schnitte im Sekundenbereich. Das Einzige was mich beim Ansehen der britischen Uncut-Version verwundert hat, ist, dass hier „kritische“ Szenenenden zwar länger sind, aber ähnlich abrupt und ungeschickt enden. Wenn sich also mal jemand erbarmt und diesen durchaus gruseligen Film auf DVD rausbringt, sollte man darauf achten, was man da bekommt, und ob es nicht womöglich mehr davon gibt...

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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