Shark - Stunde der Entscheidung

Italien, 1988

  • Originaltitel: La notte degli squali
  • Alternativtitel:

    Night of the Sharks (GB-VHS)

  • Regisseur: Tonino Ricci
  • Kamera: Giovanni Bergamini
  • Musik: Stelvio Cipriani
  • Drehbuch: Tonino Ricci, Tito Carpi
  • Inhalt:

    James Ziegler (Carlo Mucari) erpresst den Gangster Rosentski (John Steiner) mit CDs von belastenden Gesprächen zum Thema Bestechung und ergaunert dabei 2 Millionen in Diamanten. Nach gelungener Übergabe will er zu seinem Bruder David (Treat Williams), der als Angler (?) in Mexiko ein relativ friedliches Leben führt, umgeben von Freund Paco (Antonio Fargas) und der schönen Juanita (Nina Soldano), die ihn anhimmelt. Doch Rosentski will ein Exempel statuieren und ist obendrein nicht glücklich damit, dass Ziegler eine Sicherungskopie behalten hat, die er an Pater Matthia (Christopher Connelly) geschickt hat. Mithilfe von David Zieglers amerikanischer Ex-Frau (Janet Agren) spürt Rosentski die Brüder auf.

     

    Und dann ist da noch ein nachtragender Hai, der noch eine private Rechnung mit David Ziegler begleichen will.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Shark – Stunde der Entscheidung“ ist nur am Rande ein Hai-Film, Horror schon mal gar nicht, und der Hai ist ziemlich winzig.

     

    Vielmehr hat Tonino Ricci hier einen gut besetzten, aber nur leidlich gelungenen Krimi gedreht.

     

    Besonders am Anfang macht sich bemerkbar, dass Ricci seine Darsteller wohl ganz gerne mal ratlos lässt, denn selbst Antonio Fargas und Treat Williams wirken zu Anfang etwas konfus, und wenn man gerade beginnt sich zu fragen, warum die so schlecht schauspielern, das können die doch besser, bekommen sie sich aber in den Griff. John Steiner ist eiskalt, schmückt sich aber mit einem für 1988 doch viel zu groß geratenen Schnurrbart und Christopher Connelly kommt rüber wie ein Mönch auf Alkoholentzug.

     

    Nina Soldano ist scharf, Janet Agren etwas breiter um die Hüften geworden, aber man freut sich, sie mal wieder zu sehen.

     

    Ein ganz großes Manko ist hier die Musik – das soll Stelvio Cipriani sein? Ich weiß ja nicht...

     

    Die Hai-Story: der Hai will sich an David Ziegler rächen, wofür, habe ich schon wieder vergessen. Dabei geht er zielstrebig und intelligent vor, legt aber zwischendurch doch mal kurze Pause ein, um David bei der Beseitigung eines Schurken zu helfen – wieso? Na gut, vielleicht Rache-Besitzansprüche. Machen Haie eigentlich wirklich bei Unterwasserangriffen elefantenähnliche Geräusche? Ich weiß es nicht, vielleicht weiß Tonino Ricci es ja besser.

     

    Spannung kommt eigentlich nur bei Zieglers Dschungelkampf gegen die Handlanger Rosentskis auf, da geht es sogar ein winziges Bisschen härter zu.

     

    Gelungen ist die Kameraarbeit, Giovanni Bergamini ist in seinem Unterwasser-Element und weiß sich auch an der Oberfläche zu behaupten.

     

    Trotzdem, ein zweites Mal wird man „Shark – Stunde der Entscheidung“ wohl nicht sehen wollen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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