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Die Sexsklavinnen von Schloss Porno

Frankreich | Italien, 1968

  • Originaltitel: La main noire
  • Alternativtitel:

    La mano nera (ITA)

  • Deutsche Erstaufführung: 05. März 1971
  • Regisseur: Max Pécas
  • Kamera: Raymond Pierre Lemoigne
  • Musik: Derry Hall
  • Drehbuch: Jean-Pierre Bastid, Max Pécas
  • Inhalt:

    Geheimagent Thomas Usher (James Harris) ist auf der Spur der „Schwarzen Hand“ einer Terrororganisation, die nach der Weltherrschaft strebt. Nachdem er von einem feindlichen Agenten überfallen wurde, erreicht er ein Schloss, das ein Forschungsinstitut für die Erprobung neuer Gesellschaftsformen beherbergt. Dort residiert Zhan Raur (Jean Topart), ein Mann, der sich gerne bis kurz vorm Herzinfarkt in Rage redet, wenn es um das Thema Macht geht.

     

    Zhan Raur erweist sich als ein führender Kopf der Schwarzen Hand, der auf die Ankunft eines Trägers von Geheimdokumenten wartet, die ihm die Positionen von Handelsschiffen verraten, die er zu zerstören gedenkt. Usher ist zudem fasziniert von den drei Frauen, mit denen sich Zahn Raur umgibt: seine Partnerin, die dominante Mafalda (Janine Reynaud), deren devote Dienerin Eleonore (Chantal Nobel) und Eleonores anscheinend schwachsinnige Cousine (Anny Nelsen).

     

    In Schwierigkeiten gerät Usher, als Zhan Raur ihn enttarnt und seine Methoden zur Wahrheitsfindung und der Gehirnwäsche an ihm testen will.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Ein Privatdetektiv wird auf einen besonders harten und erschreckenden Fall angesetzt. Er soll eine Bande von Ganoven dingfest machen, die einen Ring von Mädchenhändlern bilden, die ihre kranken Folter- und Sexfantasien an den wehrlosen Frauen ausleben...“

    (Inhaltsangabe der deutschen Fassung auf filmstarts.de)

     

    Da sich diese Inhaltsangabe auch mit den Angaben des Katholischen Filmdienstes und anderen deckt, scheint es da wohl ein paar Fassungsunterschiede zwischen dem Original von Les Films du Griffon und der zwei Jahre später von Comptoir Français du Film Production (CFFP) an den Schneider-Filmverleih vertriebenen Fassung zu geben – die obendrein ca. 10 Minuten kürzer zu sein scheint. Allerdings deutet auch eines der Bilder auf der französischen DVD auf alternativ gedrehte Szenen hin, denn in der betreffenden Szene auf der DVD trägt Doris Thomas einen schwarzen BH, auf dem Bild auf der Rückseite des Covers nicht.

     

    Leider kann ich zu den Fassungen kaum etwas schreiben, da die deutsche Kinofassung lange nicht mehr gesehen ward und Französisch kann ich auch nicht, was die Besprechung der Originalversion ebenfalls etwas erschwert. Mal schauen, wo das hinführt.

     

    Nach einem Actionintro, in dem Regisseur Max Pécas („Todes-Brigade“, 1985) s/w-Szenen mit verschiedenfarbigen Filtern überdeckt, geht es weiter in eine Garage, wo ein übler Tankwart und ein Kleinwüchsiger (Alfred Baillou) eine vermeintliche Agentin (Doris Thomas) foltern. Warum, wieso, weshalb, keine Ahnung, aber das haben die Zwei nicht umsonst gemacht, denn später demonstriert ein Bautrupp italienischer Gastarbeiter, in welcher Rekordzeit sie eine Straße aufreißen und mit zwei Leichen darunter neu teeren können.

     

    Müsste ich raten, würde ich trotz der Dialoglastigkeit einiger Szenen annehmen, dass die Agentenstory trotz starker Präsenz nur wenig Relevanz für den Regisseur besaß, denn Pécas setzt ganz auf Stil. Die auf die beiden Eröffnungsszenen folgenden Geschehnisse im Schloss sind sorgfältig dekoriert und phantasievoll beleuchtet, und stets achtet er darauf, seine drei Hauptdarstellerinnen gekonnt in Szene zu setzen. Hierbei schöpft er auch Dramatik aus den verschiedenartigen Charakteren der drei Damen und steigert diese durch überraschende Wendungen. Janine Reynaud hat eine sehenswerte Szene, in der sie den – ihr gegenüber recht unwilligen und abgeneigten – Agenten Usher durch übertrieben devote Posen an den Rand seiner Selbstkontrolle bringt, bis zum berstenden Kontrollverlust des Agenten. Es war auch interessant, in diesem Film mal Janine Reynauds Originalstimme zu hören zu bekommen. Sehenswert ist auch Anny Nelsen, der Max Pécas im späteren Verlauf eine provokante Szene zukommen lässt. Eine romantische Liebesszene neben einer frisch erschossenen Leiche? Nett.

     

    Bei den Männern sorgen der Bösewicht Zhan Raur – gespielt von Jean Topart – sowie Alfred Baillou für herausragende Momente. Fehlbesetzt ist dagegen der kleine James Harris mit der Hauptrolle, Gott, in der Bettszene Chantal Nobel wirkt er nicht nur schmächtig, selbst Nobels Hände sind größer als seine. Darstellerin Chantal Nobel erlitt 1985 einen schweren Unfall, nach dem sie sich aus der Öffentlichkeit zurückzog.

     

    Zu einem Film, der weitgehend auf Stil setzt, gehört natürlich auch entsprechende Musik. Pécas setzt hier wieder Derry Hall ein, der für einige seiner Filme komponierte. Ein sehr jazziger Soundtrack, der neben einigen sehr stilvollen Stücken leider auch mit einigen weniger erquicklichen Gesangsparts aufwartet. Schubi dubi du, Ihr wisst schon.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Veröffentlichungen:

    Bisher gibt es nur eine französische DVD unter dem Originaltitel „La Main Noire“, komplett ohne Extras, dafür aber in einer herausragenden Bild- und Tonqualität.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Filmplakate

    Links

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