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Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff

Frankreich | Italien, 1960

  • Originaltitel: Les yeux sans visage
  • Alternativtitel:

    Los ojos sin rostro (ESP)

    Occhi senza volto (ITA)

    Los ojos sin cara (MEX)

    Augen ohne Gesicht

    Das Schreckenshaus des Dr. Génessier

    Eyes Without a Face

  • Deutsche Erstaufführung: 11. März 1960
  • Regisseur: Georges Franju
  • Kamera: Eugen Schüfftan
  • Musik: Maurice Jarre
  • Drehbuch: Pierre Boileau, Thomas Narcejac, Jean Redon, Claude Sautet, Pierre Gascar
  • Inhalt:

    Nach einem schauderhaften Autounfall ist das Gesicht der hübschen Christiane (Scob) so furchtbar entstellt, dass ihr Vater, der angesehene Chirurg Dr. Génessier (Brasseur), sie für tot erklären lässt. Die junge Frau muss fortan ihr Gesicht hinter einer Maske verbergen und darf das Haus nicht mehr verlassen, während ihr liebender Vater sich bemüht, ihr blühendes Antlitz auf gruselige Weise zu rekonstruieren: Mit der Unterstützung seiner Assistentin Louise (Valli) lockt er schöne Frauen in sein schlossähnliches Anwesen, um ihnen die Haut vom Gesicht zu ziehen, um diese dann operativ auf Christines Gesicht zu transplantieren. Die Frauen lassen bei dieser Prozedur ihr Leben, und da Christines Organismus das neue Gewebe immer wieder abstößt, wird Génessier zum Serienmörder. Alsbald nimmt die Polizei seine Fährte auf. Derweil erträgt es die gutherzige Christiane nicht länger, dass ihretwegen Menschen geopfert werden — und fasst einen entsetzlichen Entschluss…

  • Autor: André Schneider
  • Review:

    Düstere Gemäuer, knarrende Türen, ein »Frankenstein«-ähnliches Thema und eine für damalige Begriffe ungeheuer drastisch-moderne Umsetzung machen Franjus klassischen Gruselschocker auch über fünf Jahrzehnte später noch zu einem herrlich aufregenden Filmerlebnis. Mit zeitlos erlesenen Bildern ausgestattet — der Kameramann und Erfinder Eugen Schüfftan war unter anderem für »Metropolis« (Regie: Fritz Lang) und »Menschen am Sonntag« (Regie: Robert Siodmak) verantwortlich gewesen —, hat der Streifen nichts von seiner atemberaubenden Spannung eingebüßt. Allerdings geht »Les yeux sans visage« jegliche Form von Humor ab, es gibt kein comic relief oder Selbstironie, so dass nach spätestens einer Stunde die bedrückende Stimmung des Ganzen sehr aufs Gemüt schlägt. Ungewöhnlich für einen Horrorfilm ist, dass einige bemerkenswert tief schürfende moralische Fragen aufgeworfen werden. — »Les yeux sans visage« erhielt in Deutschland ursprünglich den bekloppten Titel »Das Schreckenshaus des Dr. Rasanoff« und sollte in keiner gruselorientierten Heimvideothek fehlen.

  • Autor: André Schneider
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