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Rauschgift tötet leise

Griechenland | Italien, 1978

  • Originaltitel: Sono stato un agente C.I.A.
  • Alternativtitel:

    Spy Kill (CAN)

    Kuolema Ateenassa (FIN)

    Tehtävä Lindoksella (FIN)

    Med døden som belønning (NOR)

    Covert Action (USA)

    Akropolis-Connection

    Rauschgift tötet leise - Covert Action

  • Deutsche Erstaufführung: 05. November 1981
  • Regisseur: Romolo Guerrieri
  • Kamera: Erico Menczer
  • Musik: Stelvio Cipriani
  • Drehbuch: Nico Ducci, Romolo Guerrieri, Mino Roli, Vittorio Schiraldi
  • Inhalt:

    Ex-CIA Agent Lester Horton (David Janssen) hat sich mit seinem ersten Buch, in dem es um Machenschaften seiner ehemaligen Arbeitgeber ging, bereits unbeliebt gemacht. Nach zwei erfolglosen Romanen will er aber wieder Enthüllungen über die CIA schreiben, wofür er sich nach Griechenland begeben hat, wo offenbar etwas im Gange ist. Zudem war Athen einstmals Hortons Einsatzgebiet. Dabei wird er Zeuge eines Mordes, der in Verbindung mit einer Kassette steht, die belastendes Material gegen den Chef der Athener CIA-Zweigstelle (Arthur Kennedy) enthält. Diese Kassette scheint sich im Besitz eines ehemaligen Freundes von Lester Horton zu befinden, John Florio (Maurizio Merli), der mit Hortons Ex-Freundin Anna (Corinne Cléry) verheiratet und Chef der CIA-Zweigstelle in Rhodos ist. Florio steht bereits auf der Abschussliste wegen steigender Unzuverlässigkeit, und Horton will ihm helfen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Rauschgift tötet leise“ ist weder ein Poliziesco noch ein Maurizio Merli-Film. Der Hauptpart fällt hier wirklich dem toupettragenden David Janssen zu, der sich in einem gefährlichen Clinch mit seinem Ex-Boss Arthur Kennedy befindet.

     

    Merlis Rolle ist aber nicht so klein, wie es anfangs den Anschein hat, da ist Ivan Rassimov schon schlechter dran, der zwar zahlreiche Szenen hat aber nicht sprechen darf. Sehenswert ist natürlich, dass Maurizio Merli, unser Mann aus Eisen, einen Heroinsüchtigen spielt. Wie glaubhaft das ist, wenn man ihn mit seinen dunklen, gepflegten, mit blonden Spitzen gesträhnten Haaren und seinem gestutzten Schnurrbart sieht, ist natürlich eine andere Geschichte. Und da ist er in einer Szene im Amphitheater erst auf Entzug, poliert dann aber plötzlich Visagen. Was solls, hauptsache Action.

     

    Der positive Teil dieses Films ist seine negative Stimmung. Wir befinden uns trotz einiger Actionszenen nicht in einem Action-Kracher sondern in einer bedrohlichen und düsteren Spy-Story. Paranoia, eine CIA, die sich für allmächtig hält, dem aber von einem unscheinbaren griechischen Polizeiinspektor (Philippe Leroy) gelegentlich in die Parade gefahren wird. Eine besonders düster-gelungene Szene ist, als Arthur Kennedy Janssen in die Psychiatrie einweisen lässt – wenn er ihn schon nicht zum Sprechen bringen kann, will er ihn zumindest von der Welt vergessen wissen. Natürlich gehört auch eine Elektroschocktherapie dazu.

     

    Ebenfalls positiv die gute Musik von Stelvio Cipriani, der hier auch nicht durch das Wiederverwursten von Altmaterial auffällt, wie es bei ihm leider manchmal der Fall ist.

     

    Kurios dagegen: mir lag die niederländische VHS-Kopie in Englisch mit hardcodierten holländischen Untertiteln vor, und warum hat David Janssen hier zwei unterschiedliche Sprecher? Das wechselt hin und her, und scheußlich sind beide Stimmen, auch wenn eine davon wohl seine eigene ist.

     

    Eine DVD-Veröffentlichung dieses Films von Romolo Guerrieri scheint es bisher nirgendwo zu geben. Auf jeden Fall ist „Rauschgift tötet leise“ eine interesante Abwechslung, wenn man mal abseits vom typischen Poliziesco nach italienischen Krimis aus den Siebzigern sucht.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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