The Prince of Terror

Kanada | Frankreich | Italien, 1988

  • Originaltitel: Il maestro del terrore
  • Alternativtitel:

    Alta tensione - Il maestro del terrore (TV-Serie)

  • Regisseur: Lamberto Bava
  • Kamera: Gianfranco Transunto
  • Musik: Simon Boswell
  • Drehbuch: Ira Goldman, Dardano Sacchetti
  • Inhalt:

    Der „Meister des Terrors“ Vincent Omen (Tomas Arana) dreht gerade eine Szene für sein neuestes Horrorwerk, doch die ist schlecht. Die Schuld dafür gibt er seinem langjährigen Drehbuchautor Paul Hilary (David Brandon) und verlangt, dass dieser gefeuert wird. Paul fühlt sich mächtig missverstanden und will sich rächen. Mithilfe eines vor Jahren bei einem Dreh verletzten Ex-Schauspielers terrorisieren diese beiden Omen und seine Familie mithilfe von Ideen aus Pauls früheren Skripts.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Für die Reihe „Alta tensione“ drehte Lamberto Bava diesen TV-Film im Jahre 1988, von dem es bisher keinerlei legale VHS oder DVD gab. Und dafür gibt es wohl seine Gründe.

     

    Die Idee des Films ist nicht schlecht, und Bavas Art von Humor ist es wohl geschuldet, dass die künstlerischen Differenzen zwischen Regisseur Omen und seinem Drehbuchautor schon allein dadurch ad absurdum geführt werden, dass die Ideen von Beiden nicht gerade berauschend sind. Sozusagen ein Kräftemessen zwischen Trash-Baronen. Das gleiche gilt auch für die Schauspieler-Ehefrau Betty Omen (Carole André), die wir anfangs in besagter Filmszene bewundern dürfen, wo sie mit einem Pfannenwender auf einen Wasserleichen-Zombie eindrischt.

     

    Dass Bavas Film selbst dabei ebenfalls nicht so berauschend geworden ist, mag zum Teil natürlich am TV-Budget liegen, aber eben nur zum Teil. Mit Tomas Arana, David Brandon und Carole André hatte man durchaus brauchbare Darsteller, doch davon spürt man leider nicht viel, denn die Beziehungen zwischen den Akteuren bleiben arg oberflächlich.

     

    Die Ideen sind teilweise nur absurd, bestes Beispiel hierfür, als Omen sich gegen die Eindringlinge zur Wehr setzt. Hierfür hätte er ihnen einfach einen seiner Golfschläger über den Schädel ziehen können, aber nein, er schlägt mit den Golfbällen nach ihnen, seine Tochter stolpert unbeholfen mit der Golftasche hinter ihm her.

     

    Sergio Stivaletti liefert durchaus ein paar gorige Effekte, die allzu oft in unfreiwilliger (?) Komik verpuffen, z. B. bei der blutig, brodelnden Toilette, in der Omen seinen eigenen Skriptentwurf findet, und bei dem gehäuteten Hund bin ich vor Lachen vom Sessel gerutscht.

     

    Mein Eindruck war, dass Lamberto Bava hier in „Il Maestro del Terrore“ versucht hat, satirisch mit dem Horrorgenre und dessen Akteuren umzugehen, aber dass dieses Unterfangen am Budget leider weitgehend gescheitert ist.

     

    Überrascht war ich dagegen, auf imdb gleich drei weitgehend positive Reviews vorzufinden. Schön, der Film ist selten, und man freut sich vielleicht, wenn man ihn irgendwo gefunden hat, andererseits freut man sich aber auch, wenn man ihn wieder verliert. Bava kann es besser, selbst wenn es nur fürs TV ist.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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