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L'ossessa - Das Omen des Bösen

Italien, 1974

  • Originaltitel: L'ossessa
  • Alternativtitel:

    La possédée (FRA)

    Enter the Devil (USA)

    The Devil Obsession (USA)

    The Eerie Midnight Horror Show (USA)

    The Sexorcist (USA)

    The Tormented (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 20. Mai 1983
  • Regisseur: Mario Gariazzo
  • Kamera: Carlo Carlini
  • Musik: Marcello Giombini
  • Drehbuch: Mario Gariazzo, Ambrogio Molteni, Ted Rusoff
  • Inhalt:

    Die schöne Studentin Danila (Stella Carnacina) zeigt großes Interesse an alten Reliquien, anderem Kirchenprunk und dessen Restauration. Als ihr Vater eines Tages ein besonders freskoöses Götzenbild unter seine Fittiche bekommt nimmt das Übel seinen Lauf.

  • Autor: Andreas Rick
  • Review:

    "L'ossessa - Das Omen des Bösen" (L‘ossessa, 1974) ist einer der unzähligen Filme die auf der Erfolgswelle des amerikanischen Vorbildes "Der Exorzist" (The Exorcist, 1973) von William Friedkin reiten wollten und geritten sind. Andere Beispiele sind hier "Wer bist du?" (Chi sei?, 1974) von Ovidio G. Assonitis und "Der Exorzist und die Kindhexe" (La endemoniada, 1975) von Amando De Ossorio.

     

    In der Hauptrolle sehen wir Stella Carnacina, die ihre Rolle der Besessenen durchaus auszufüllen weiß. Ihren Freund Mario verkörpert Chris Avram, die Mutter und ihr Liebhaber werden von Lucretia Love und Gabriele Tinti dargeboten. Die Highlights bilden aber zweifelsohne Ivan Rassimov als Fürst der Unterwelt und Luigi Pistilli als Pater Xeno. In einer kleineren Rolle sehen wir noch Umberto Raho als Psychiater.

     

    Unverkennbar ist der Wille von Mario Gariazzos Werk, sich dem Erfolg des amerikanischen Vorbildes, wie oben schon erwähnt, anzuschließen. Dabei geht dieser aber dennoch auch eigene Wege. Die fieberhaften Wahnvorstellungen der Protagonistin sind unwahrscheinlich gut gelungen und umgesetzt, einen großen Anteil hat hier Ivan Rassimov der als Luzifer persönlich ordentlich auf die Evil-Tube drücken darf. Auch Stella Carnacina macht eine gute Figur wenn sie sich völlig verkrampft auf dem Boden wälzt. Besonders einfallsreich ist das Ganze insgesamt natürlich nicht, jeder darf mal ran, doch als weder Hausarzt, Psychiater noch Priester weiter wissen und auch ein netter Ausflug mit der Familie ins Grüne nicht die erwünschte Besserung bringt, hilft nur noch ein Exorzismus des allmächtigen Vater Xeno. Pistilli gibt als dieser ebenso alles und am Ende bleibt bei jedem Fan des italienischen Exploitation-Films das gewünschte wohlige Gefühl, etwas ganz besonders Wertvolles gesehen zu haben.

     

    Der klassische, entsprechend dramatische Soundtrack stammt von Marcello Giombini, fotografiert wurde der Film von Carlo Carlini, einem Meister seines Faches der von Federico Fellini bis Andrea Bianchi mit allen Größen des italienischen Kinos zusammengearbeitet hat. Gehört dringend ins digitale Zeitalter gebombt!

  • Autor: Andreas Rick
  • Filmplakate

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