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Night Killer

Italien, 1990

  • Originaltitel: Non aprite quella porta 3
  • Regisseur: Claudio Fragasso
  • Kamera: Antonio Maccoppi
  • Musik: Carlo Maria Cordio
  • Drehbuch: Claudio Fragasso
  • Inhalt:

    Melanie Beck wird das überlebende Opfer eines Triebtäters und Mörders mit Monstermaske und Krallenhandschuh, doch die Erinnerung an die Tat hat sie weitgehend verdrängt, auch das wahre Gesicht des Killers, dass sie bei ihrer Gegenwehr gesehen hat. Doch die Vergangenheit lässt sie nicht los, Alpträume und Flashbacks quälen sie, und sie versucht sich umzubringen. Doch sie wird gerettet, von dem seltsamen Axel, der dem Thema Vergewaltigung auch nicht gerade abgeneigt scheint. Ist er der Killer mit der Monstermaske oder nur ein weiterer Perversling?

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    So wie es in Italien Ende der 80er Jahre unautorisierte Fortsetzungen von „Tanz der Teufel“ (italienischer Titel „La Casa“), beginnend mit Umberto Lenzis „La Casa 3“ (Ghosthouse) gab, gibt es ebenso diesen Stinker von Claudio Fragasso, der als angeblicher Teil 3 von „Texas Chainsaw Massacre“ (ital. Titel „Non aprite quella Porta“) daherkommt. Während die La Casa-Filme, für die Fragasso auch „La Casa 5“ (Horror House) beigesteuert hat, wenigstens noch die Geisterhaus-Thematik mit den Evil Dead-Filmen gemeinsam hatten, ist „Non aprite quella Porta 3“ aber völlig am Thema vorbei.

     

    Und was für ein Film! Tara Buckman, die wir aus Joe D’Amatos „Blue Angel Café“ und „Wall Street Woman“ sowie aus „X-Tro II“ und der „Nightmare on Elm Street“ TV-Serie kennen, wird das Opfer eines Freddy-Verschnitts, der Frauen gern verstümmelt und anschließend vergewaltigt. Doch sie zerkratzt ihm das Gesicht, reißt ihm die Maske herunter und kann ihm entkommen, vergisst anschließend aber praktischerweise das Meiste davon. An einen Überfall und eine versuchte Vergewaltigung kann sie sich erinnern, aber das war‘s auch schon.

     

    Als sie beschließt, sich an einem schönen Strand das Leben zu nehmen, wird sie auf dem Weg dorthin von Oberkotzbrocken „Axel“ (Peter Hooten) angebaggert, was sie gar nicht gut findet. Auf einem Tankstellenklo zwingt sie ihn mit vorgehaltener Waffe zu einem Striptease und entkommt dann mit seinen Klamotten. Doch Axel wohnt offenbar in seinem Wagen inklusive Ersatzkleidung, folgt ihr und rettet ihr das Leben. In einem Hotelzimmer fesselt er sie dann ans Bett und beide haben jede Menge „Spaß.“

     

    Um es kurz zu machen, nachdem sie sich wieder erinnert, und der Täter (der mit der Monstermaske) zur Strecke gebracht ist, steht einer glücklichen Zukunft mit Kotzbrocken Axel nichts mehr im Wege...

     

    Wie kommt man auf solch eine Story? Wer weiß. Fast schon beängstigend dabei ist der Ernst, mit dem diese Story durchgezogen wird.

     

    Vom Genre her ist der Film schwer zuzuordnen, für einen Slasher zu wenig Tote, für Horror fehlt das übernatürliche Element, für einen Spät-Giallo jeglicher Stil.

     

    Es gibt zumindest einen recht heftigen Mord, für die Special-Effects, Make-up und Monstermaske verantwortlich hierbei Franco di Girolamo, sowie Francesco und Gaetano Paolucci. Den Synthesizer-Soundtrack liefert Carlo Maria Cordio, für den Schnitt bekennt sich Bruno Mattei - wenn auch nur pseudonym - schuldig, und die „hochkarätige“ Besetzung hat uns Werner Pochath eingebrockt.

     

    Ein Riesenspaß für die ganze Familie.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

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    IMDb

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