Eine mörderische Karriere

Italien, 1978

  • Originaltitel: Indagine su un delitto perfetto
  • Alternativtitel:

    Mord in Perfektion (VHS)

    Crime Perfeito (BRA)

    The Perfect Crime (USA)

  • Regisseur: Giuseppe Rosati
  • Kamera: Jerry Delaware
  • Musik: Carlo Savina
  • Drehbuch: Giuseppe Rosati
  • Inhalt:

    Als der Eigentümer eines großen und mächtigen Weltkonzerns bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, hinterlässt er kein Testament und es gibt drei mögliche Nachfolger. Wer das Unternehmen als Geschäftsführer übernimmt, soll bei einer Vorstandswahl entschieden werden. Diese wollen aber nichts dem Zufall überlassen und schmieden Mordpläne gegeneinander. Als Erster stirbt Paul de Revere (Leonard Mann), angeblich durch einen Unfall, doch sein Onkel, der Superintendent bei Scotland Yard ist, glaubt nicht daran und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Unter dem Pseudonym Aaron Leviathan inszenierte Giuseppe Rosati diesen kleinen Thriller nach eigenem Drehbuch. Leider hat Giuseppe Rosati, von dem Polizieschi-Fans möglicherweise „Stadt in Panik“ mit Maurizio Merli oder „Die linke Hand des Gesetzes“ kennen, einen sehr dialoglastigen Stil.

     

    Zudem setzt er seine Story, die durchaus Giallo-Potenzial gehabt hätte, in London an, inszeniert sie stilistisch jedoch eher wie ein Murder Mystery à la Agatha Christie. Und natürlich sind wir nicht wirklich in London, so erkennt man beispielsweise in einer Szene den Hauseingang von Argentos „Suspiria“, in einer anderen den Friedhof aus D’Amatos „Die Mörderbestien“ und noch ein paar andere.

     

    Sehenswert wird der Film natürlich durch seine Starbesetzung, aber auch da gibt es, vermutlich bedingt durch die Tatsache, dass man die Stars ja irgendwo unterbringen musste, ein paar kleine Logiklücken. Dass Polly (Gloria Guida) sich an die beiden alten Kerle (Adolfo Celi und Joseph Cotten) ranschmeißt, mag natürlich daran liegen, dass die Beiden gut für sie zahlen. Aber was ist mit Lady Gloria Boyd (Janet Agren)? Sie hasst ihren Mann, betrügt ihn, ist 25 Jahre jünger, aber sie ist die mit dem Geld und den Aktien, er nur eingeheirateter Geschäftsführer ohne eigene Mittel – warum also sollte sie sich das weiter antun? Hier sehr schön eine Szene, in der Adolfo Celi seine Frau gleich mit zwei Kerlen erwischen darf.

     

    Die Spannung des Films soll natürlich daraus gezogen werden, dass man nicht wissen soll, wer der geheimnisvolle Killer ist. Leider ist die Auflösung dafür nicht originell genug, nach Ende des ersten Drittels weiß man, was Sache ist.

     

    Die Musik kommt von Carlo Savina, und natürlich ist er ein guter Filmkomponist, hier verfehlt er allerdings ab und an die Stimmung. Das ändert sich erst bei der sehr gelungenen Szene mit der Ermordung von Sir Arthur Dundee, in der wir eine originelle Methode erfahren, wie man einen Mann mit einem Herzschrittmacher ausschalten kann, ohne großartige Spuren zu hinterlassen – falls der dabei mitspielt wie gewünscht.

     

    Zum Glück rentiert sich die Investition in die namenhafte Besetzung und die Profis machen den Film letztendlich doch sehenswert. Und nur mal so nebenbei – Janet Agren stiehlt Gloria Guida, die eigentlich die größere Rolle von Beiden hat, ziemlich die Show...

  • Autor: Gerald Kuklinski
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