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Mit teuflischen Grüßen

Frankreich | Deutschland | Italien, 1967

  • Originaltitel: Diaboliquement vôtre
  • Alternativtitel:

    Diabólicamente tuyo (ESP)

    Diabolicamente tua (ITA)

    Satánicamente tuya (MEX)

    Diabolically Yours

  • Deutsche Erstaufführung: 20. August 1968
  • Regisseur: Julien Duvivier
  • Kamera: Henri Decaë
  • Musik: François de Roubaix
  • Drehbuch: Roland Girard, Jean Bolvary, Julien Duvivier, Paul Gégauff
  • Inhalt:

    Auf dem Höhepunkt seiner Popularität spielte Alain Delon in dem von Raymond Danon (»Die Schamlosen«) und Ralph Baum produzierten Thriller den armen Georges, der nach einem Autounfall in einer schicken Privatklinik aufwacht und sich an nichts erinnern kann: Gedächtnisverlust. Seine schöne Gattin Christiane (Berger), der Arzt Launay (Fantoni) und der Diener Kiem (Mosbacher) pflegen den Kranken geradezu aufdringlich aufopfernd, doch Georges’ Unterbewusstsein sträubt sich gegen dieses ihm unbekanntes Dasein. Als er zumindest physisch wieder einigermaßen auf dem Damm ist, entdeckt er im Garten seiner Luxusanwesens eine Leiche — und kommt allmählich einem wahrhaft teuflischen Komplott auf die Schliche…

  • Autor: André Schneider
  • Review:

    Amnesie — nicht gerade der originellste Aufhänger für eine Mordgeschichte. Der einige Jahre später entstandene Giallo »L’uomo senza memoria« (ebenfalls mit Senta Berger) war um Längen packender als diese kriminalistische Konfektionsware, die gegen die Unglaubwürdigkeit ihrer raffiniert ausgeklügelten Geschichte mühsam anzukämpfen hat. Dennoch gelang es Altmeister Duvivier, seinen letzten Film als unterkühlt-elegantes Spannungspuzzle in Szene zu setzen. Ein mit schmissigen Jazzklängen untermaltes, seiner Zeit gemäßes und trotz einiger Drehbuchschwächen doch recht sehenswertes Jetset-Starkino. Hauptdarstellerin Berger schrieb zu diesem Streifen in ihren Memoiren: »Im Herbst 1967 flog ich nach Paris, um einen Film mit Alain Delon zu drehen. ›Diaboliquement vôtre‹, ein Thriller. Regie hatte Julien Duvivier. Er war schon alt, vergesslich und müde und schlief während der Arbeit immer wieder ein. Alain, ich und der Kameramann Henri Decaë machten dann alleine weiter.«

  • Autor: André Schneider
  • Veröffentlichungen:

    Der Film ist überall problemlos in tadelloser Bild- und Tonqualität erhältlich. Die deutsche DVD soll angeblich etwa eine Minute kürzer sein als die französische, die mir hier vorliegt.

  • Autor: André Schneider
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