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Mean Tricks

Italien, 1992

  • Originaltitel: Hornsby e Rodriguez - sfida criminale
  • Alternativtitel:

    Seita Criminal (POR)

  • Regisseur: Umberto Lenzi
  • Kamera: Marco Onorato
  • Musik: Franco Micalizzi
  • Drehbuch: Steven Luotto, Antonio Miglieta, Vittorino Testa
  • Inhalt:

    Drei Jahre nachdem FBI-Agent Brian Hornsby (Charles Napier) und dessen Partner Frank Mendoza (David Warbeck) ein Drogenboss entkommen ist, tauchen Gerüchte auf, Mendoza sei nicht sauber. Hornsby, der seit zwei Wochen im Ruhestand ist, will seinen Freund in Santo Domingo zur Rede stellen, kommt aber nur noch rechtzeitig zu dessen Ermordung. Hornsby erhält Unterstützung von dem dominikanischen Polizisten Rodriguez (Stefano Sabelli) und dessen Sekretärin bei der Jagd nach den Killern. Anfangs die einzige Spur ist ein Video, das Mendoza vor seinem Tod gedreht hat und ein paar recht unspektakuläre Personen bei einem Bootsausflug zeigt, doch einer nach dem anderen wird getötet.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Mean Tricks“ oder „Hornsby e Rodriguez - sfida criminale“ ist die letzte Regiearbeit von Umberto Lenzi. Obwohl technisch kaum etwas zu bemängeln ist, handelt es sich inhaltlich um einen dieser langatmigen Krimis mit leichtem Miami Vice-Touch.

     

    Eine Enttäuschung sei gleich vorweg genommen, David Warbeck überlebt den Film keine acht Minuten. Dazu kommt, ohne den Namen Umberto Lenzi und einige andere bekannte Namen beim Cast vor und hinter der Kamera wirkt „Mean Tricks“ wie eine eher typisch amerikanische Videoproduktion der Neunziger. Der Film ist zudem ungeheuer dialoglastig, die Dynamik zwischen Charles Napier und Stefano Sabelli nicht annähernd so komisch, wie sie wohl gemeint war, und die Überlänge von 109 Minuten tut dem Ganzen genauso wenig gut. 20 Minuten weniger Dialog wären hier hilfreich gewesen.

     

    Auf dem technischen Sektor, wie gesagt, weniger Probleme - gute, wenn auch nicht herausragende Kameraarbeit, schöne Locations in der Dominikanischen Republik und Miami, ein passender Soundtrack von Franco Micalizzi, der aber ebenfalls kaum nach Italo-Film klingt. Und was nützt einem die Technik, wenn das Ding einfach öde ist? Ganze Nebenhandlungen hätte man sich komplett schenken können, vor allem das Ende ist sinnlos in die Länge und an den Haaren herbei gezogen.

     

    Unfreiwillig komisch hingegen die Rückblende gleich zu Anfang: Charles Napier tut so als würde er rennen, was Umberto Lenzi dann auch noch in Zeitlupe filmt. Aber es gibt natürlich auch ein paar Highlights, z. B. wenn Napier sich in der Gewalt der Gangster befindet, die ihn betrunken machen und seine weibliche Begleitung (leider im Off) mit seiner Krawatte erwürgen.

     

    Am Interessantesten an diesem Film ist wirklich die Figur Napiers, Ex-FBI-Agent, unter die Autoren gegangen, trinkt nicht zu knapp und zieht eine gute Flasche Alk einer Frau jederzeit vor.

     

    Fazit: nur für Komplettisten und Charles Napier-Fans.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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