Mark of the Cop

Italien, 1975

  • Originaltitel: Mark il poliziotto
  • Alternativtitel:

    Un flic voit rouge (FRA)

    Blood, Sweat and Fear (USA)

    Mark the Narc (Int.)

  • Regisseur: Stelvio Massi
  • Kamera: Marcello Gatti
  • Musik: Stelvio Cipriani
  • Drehbuch: Adriano Bolzoni, Stelvio Massi, Dardano Sacchetti, Raniero di Giovanbattista
  • Inhalt:

    Commissario Terzi (Franco Gasparri) von der Drogenfahndung vermutet, dass Benzi (Lee J. Cobb) der führende Kopf in Mailands Drogenschäft ist, während sein Vorgesetzter der Ansicht ist, Mailand wäre in Sachen Drogen keine Quelle sondern nur ein Durchgangsort für den Schmuggel. Gemeinsam mit seinem Partner Bonetti (Giampiero Albertini) versucht Terzi, das Gegenteil zu beweisen und Benzi zu überführen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Mark il Polizizotto“ ist eine Sternstunde für den italienischen Polizesco – zum Beispiel für den qualitativ eher wechselhaften Stelvio Massi, der es hier mit dem eigens erschaffenen Charakter Mark Terzi anschließend auf immerhin zwei Fortsetzungen bringt.

     

    Desweiteren natürlich für Hauptdarsteller Franco Gasparri. Nach einem Filmstart als Jugendlicher in drei Herkules-Filmen als dessen Sidekick folgte eine zehnjährige Pause, bis er 1973 für „Ultimatum“ gecastet wurde, wo er ebenfalls an der Seite von Lee J. Cobb zu sehen war. Nach den drei „Mark“-Filmen von Stelvio Massi endete seine Karriere jedoch vier Jahre später mit einem Motorradunfall, bei dem er querschnittsgelähmt wurde. Er starb 1999 im Alter von 50 Jahren.

     

    Franco Gasparris Figur Mark wirkt im Vergleich zu Maurizio Merlis Ferro eigentlich fast schon richtig nett, aber das täuscht. Er guckt nur so. Gasparri handelt ebenfalls knallhart gegenüber Gangstern, wirkt aber nicht zuletzt aufgrund seines Äußeren einfach überlegter und kann schlicht und einfach nicht so brutal dreinschauen. Stelvio Massis Stil, der eben handlungslastiger ist als beispielsweise ein Umberto Lenzi trägt sein Übriges bei.

     

    Menschlich wirkt Poliziotto Mark auch als er die drogenabhängige Irene, gespielt von Sara Sperati, kurzentschlossen mit nach Hause nimmt, damit sie erste Entzugserscheinungen überstehen kann. Weitere Hilfe leistet er später dagegen eher zögerlich, was nicht überrascht, da er nicht gerade bindungsfreudig scheint.

     

    Eher oberflächlich wirkt die Figur Lee J. Cobb’s, das kann er natürlich besser, war aber laut Drehbuch wohl nicht vorgesehen. Dafür ist er in der Fortsetzung wieder mit dabei. Mehr Platz dagegen wird Marks Kollege Bonetti (Giampiero Albertini) eingeräumt. Und wem der Name im Moment nichts sagt, nun, sein Gesicht dagegen kennen wir alle, und das vergisst man nicht. Er war beispielsweise in Umberto Lenzis „Die Viper“ dabei.

     

    Ein weiterer Höhepunkt ist natürlich Stelvio Ciprianis Soundtrack, den wir hoffentlich alle schon mal gehört haben.

     

    Leider hat es ausgerechnet dieser erste der drei Filme mit Franco Gasparri als „Mark“ nicht nach Deutschland geschafft, im Gegensatz zu den beiden Fortsetzungen. Actionfans werden vielleicht bemängeln, dass da mehr drin gewesen wäre, aber „Mark il Poliziotto“ unterhält mit einer guten Story, professioneller Umsetzung, und Stelvio Massi hatte eben oft nicht die gleichen Produktionsmöglichkeiten an der Hand als andere Regisseure dieser Zeit.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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