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Maciste - Der Held von Sparta

Frankreich | Italien, 1964

  • Originaltitel: Maciste, gladiatore di Sparta
  • Alternativtitel:

    Maciste, O Gladiador de Esparta (BRA)

    Maciste et les 100 gladiateurs (FRA)

    Maciste, gladiateur de Sparte (FRA)

    The Terror of Rome Against the Son of Hercules (USA)

    Kampf der Höllenhunde

  • Deutsche Erstaufführung: 30. November 1965
  • Regisseur: Mario Caiano
  • Kamera: Pier Ludovico Pavoni
  • Musik: Carlo Franci
  • Drehbuch: Mario Amendola, Alfonso Brescia, Albert Valentin
  • Inhalt:

    Maciste (Mark Forest) ist ein guter Freund des römischen Kaisers Vitellus, dessen Gladiatoren  nur wenig begeistert sind, wenn sie gelegentlich gegen den Muskelprotz aus Sparta antreten müssen. Ebenfalls ein häufiger Gast des Imperators ist die schöne Olympia (Marilu Tolo), deren Herz für Maciste schlägt, was Vitellus‘ Berater Zefatius (Claudio Undari) vor Eifersucht rasend macht.

     

    Doch Maciste erwidert Olympias Liebe nicht, verliebt sich stattdessen in das Christenmädchen Livia (Elisabetta Fanti), dass er vor der Verhaftung durch zwei Centurions rettet. Er wird in das Geschehen um die Verfolgung der Christen um deren Bischof Marcellus verwickelt, was ihm zum Feind des Römischen Reiches macht. Doch zuallererst müsste man ihm etwas nachweisen können, aber Olympia verhilft ihm aus tiefer Zuneigung immer wieder zu einem Alibi.

     

    Zefatius ist sich dagegen sicher, dass der maskierte Held, der Christen aus den Kerkern befreit, nur Maciste sein kann und stellt ihm eine Falle.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Dieser späte Beitrag Mario Caianos zur Reihe der Maciste-Filme kommt im Vergleich zu früheren Werken um den zeitreisenden Helden eher ungewöhnlich daher, da er zum Einen den Protagonisten zunächst zum Gladiator mit teils recht zweifelhaften Freundschaften macht und dann das Ganze noch mit dem klassischen Thema der Christenverfolgung durch die Römer vermischt. Caiano drehte hierbei nach einem Drehbuch von Mario Amendola, Alfonso Brescia und Albert Valentin. Weitere tatkräftige Unterstützung gibt es hinter der Kamera von unter anderem Antonio Brescia und Bertrand Tavernier (Second Unit Director), ob Letzterer allerdings davon weiß, sei dahin gestellt. Für die Choreographie der Kampfszenen zeichnete sich Alfio Caltabiano („Rocco – Der Einzelgänger von Alamo“) verantwortlich.

     

    Freilich geht die Story erwartungsgemäß nicht allzu tief, das hat aber wohl auch niemand erwartet. Mark Forest gibt hier eine sehr reife und professionelle Darstellung des Maciste, hatte zu diesem Zeitpunkt ja bereits einige Peplum-Erfahrung. Herausragend war hier für mich eine wunderschöne Marilu Tolo, und ich hätte diese fade, blonde Christin wohl für diese dunkelhaarige Schönheit ohne zu Zögern in den Wind geschossen. Claudio Undari („Todesmarsch der Bestien“) glänzt als eifersüchtiger, intriganter Berater des Kaisers, und es gibt eine schöne Kampfszene zwischen den Beiden, wenn sie mit verbundenen Augen gegeneinander mit Schwertern kämpfen, einschließlich Kollateralschäden unter den Zuschauern – und am Ende noch etwas Schlammcatchen.

     

    Für die Trash-Fans gibt es zudem noch einen Kampf zwischen Maciste und einem Gorilla, bzw. einen Mann im Gorilla-Kostüm, aber genau deshalb schaue ich mir solche Filme ja an. Ich liebe solche Highlights. Unter den Gladiatoren gibt es ein paar bekannte Gesichter, vornehmlich Stuntmen, die in italienischen Filmen im Laufe ihrer Karrieren so manche Sprechrollen ergattern konnten. So sieht man die beiden in Casablanca geborenen Brüder Emilio und Roberto Messina, seher auffällig aber ohne Text Nello Pazzafini, Fortunato Arena und Franco Ukmar.

     

    „Maciste, der Held von Sparta“ nimmt sich weitgehend ernst, war für mich aber kein wirkliches Highlight im Bereich des Peplum, obwohl es eigentlich kaum etwas Negatives zu berichten gibt. Routiniert eben.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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