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Lizard - Die totale Mutation

Italien | Vereinigte Staaten, 1990

  • Originaltitel: Metamorphosis
  • Alternativtitel:

    Reanimator 2 (ESP)

    Regenerator (GBR)

    DNA formula letale (ITA)

  • Regisseur: George Eastman
  • Kamera: Gianlorenzo Battaglia
  • Musik: Luigi Ceccarelli
  • Drehbuch: George Eastman
  • Inhalt:

    Dr. Peter Houseman (Gene Lebrock) unterrichtet an der Uni Genetik und betreibt entsprechende Forschungsprojekte. Doch ein Gremium entscheidet, dass er komplette Forschungsergebnisse des letzten Jahres präsentieren soll, um nachzuweisen, wofür er eine Viertelmillion Dollar verbraten hat.

     

    Seine Forschungen sind aber nicht abgeschlossen, so dass er nur eine revolutionäre Theorie ohne Beweise vorbringen kann. Er glaubt, mithilfe von DNA-Veränderungen selbstreproduzierende Zellen kreieren zu können, was Selbstheilung von nahezu jeder Krankheit plus Unsterblichkeit verheißen könnte. Für Beweise will er nun durch einen Selbstversuch sorgen.

     

    Zunächst sieht alles gut aus, doch schon nach ein paar Tagen kommt es zu Amnesie bezüglich einiger Gewaltausbrüche. Zudem scheint er rasend schnell zu Altern zu beginnen. Doch sein Assistent hat eine andere Theorie: eine genetische Rückentwicklung in ein prähistorisches Frühstadium.

     

    Und schon ist die Echse los.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Witness the Change!“ (Tagline)

     

    George „Man Eater“ Eastmans einzige Regiearbeit entstand unter dem Pseudonym G. L. Eastman für Filmirage, Joe D’Amatos Produktionsschmiede, wobei hier aber nur der Name Donatella Donati im Vorspann genannt wird.

     

    Bei Shout! Factory erschien der Film nun unter dem Titel „Metamorphosis“ im Doppelpack mit Claudio Fragassos „Beyond Darkness“ (La Casa5/Horror House 2) in guter HD-Qualität zum kleinen Preis. Und anders als bei früheren Veröffentlichung handelt es sich um die Uncut-Version, nicht um die leicht abgeänderte R-Rated-Fassung. Länger als das alte deutsche Ascot-Tape sind sie natürlich alle.

     

    Während einige Rezensoren die Vorbilder hier bei „Die Fliege“ oder gar bei „Die Insel des Dr. Moreau“ suchen, kam mir dagegen als erstes Dr. Curt Connors, der „Lizard“ aus den Spider-Man Comics in den Sinn. Merkt schon einer was? Ich will mich drücken, über den Film selbst zu schreiben...

     

    Was soll’s, sieht man mal vom Ende ab, sind die Darsteller weitgehend glaubhaft und gut charakterisiert. Es gibt ein paar durchaus interessante Interaktionen zwischen den Charakteren, z.B. zwischen Dr. Houseman und seinem treuen Assistenten, dem älteren Professor, der ihm unverhohlen seine Arbeit stehlen will, und natürlich seine Geliebte und deren Sohn, der sich Houseman gegenüber sehr distanziert verhält, macht ihm Houseman doch seinen Schlafplatz in Mamis Bett streitig. Der Film ist sehr handlungslastig, und hier muss man George Eastman schon Credit für ein gutes Drehbuch geben. Aber die Umsetzung, da ist doch sehr der Wurm drin. Gibt man sich mit einem durchschnittlichen Science-Horror mit TV-Dramaturgie zufrieden, kann man sich diese Lizard-Mutation ruhig mal ansehen. Dass man bei den Schlussszenarien – Hohepunkt und Schlussgag - entweder nur fassungslos die Stirn runzelt oder, in etwas heiterer Stimmung, vor Lachen unterm Tisch liegt, kann man ja als kostenlosen Bonus werten.

     

    Laura Gemser hat neben ihrer Tätigkeit als Kostümbildnerin einen kleinen Gastauftritt als Opfer eines sexuell-gewalttätigen Wissenschaftler-Übergriffs, erst als Flashback, dann in persona. Und hätte der Angreifer ihr nicht die Nase eingedonnert, muss man sagen, sie sieht noch immer sehr ansehnlich aus.

     

    Für die Effekte zeichnete sich Maurizio Trani verantwortlich, und zu der sehr abwechslungsreichen Musik von „Pahamian“ alias Luigi Ceccarelli begann mir richtig der Fuß zu wippen, kein gutes Zeichen, denn mir war wohl schlicht langweilig, die Musik somit ein Höhepunkt.

     

    Ein denkwürdiger Dialog während der letzten Minuten, der sich sofort einbrennt, weil er passt wie die Faust aufs Auge: „Was ist das?“ „Es ist ein Alptraum...aus der Vergangenheit.“ Ja, von Filmirage, anno 1990. Trotzdem, einfach ansehen, kostet ja nicht die Welt sondern nur 96 Minuten Lebenszeit.

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    Links

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    IMDb

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