Liebesfalle - Love Web

Italien, 1988

  • Originaltitel: Intrigo d'amore
  • Alternativtitel:

    Intrigues sensuelles (FRA)

    Fatal Exposure 2

    Love Web - Die Liebesfalle

  • Regisseur: Mario Gariazzo
  • Kamera: Aldo Ricci
  • Musik: Paolo Rustichelli
  • Inhalt:

    Hausfrau Janet (Milly D’Abbraccio) wird von ihrem Polizisten-Ehemann sträflichst vernachlässigt und lässt sich deshalb von einer Psychologen-Freundin dazu überreden erotische Fotos von sich machen zu lassen, in der Hoffnung damit die schlafende Libido ihres Mannes wieder zum Leben zu erwecken.

     

    Doch während des Shootings verfällt sie dem ledernen Charme des Fotografen und hat ein flüchtiges sexuelles Erlebnis mit ihm. Daraufhin empfiehlt sie das Studio ihren Freundinnen weiter. Doch der Fotograf entpuppt sich als Erpresser.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    O.K., bei den Titelgebungen in punkto Mario Gariazzo ist auf OFDb einiges durcheinander, was Mario Gariazzos Erotik-Spätwerke betrifft. Ich versuche das mal kurz aufzudröseln, ohne Gewähr natürlich. Der hier besprochene Film „Intrigo D’Amore“ erschien auf VHS bei Universum unter dem Titel „Liebesfalle – Love Web.“ Dann gibt es noch „Nadines erotische Spiele“ („L’Attrazione“, 1987), der eigentlich „Nadines erotische Sehnsüchte“ heißt. Der auf ofdb als „Liebesfalle“ gelistete Film „Sapore di donna“ erschien dagegen schon auf VHS unter dem Titel „Wilder Dreier“, der Titel „Liebesfalle“ gehört somit eigentlich zu „Intrigo d’Amore“ (1988) also diesem Schmuckstück hier. „L’Attrazione“ erschien in den USA unter dem Titel „Top Model“ mit einem Cover das wiederum dem Plakat zu „Intrigo D’Amore“ ähnelt, nicht zu verwechseln mit Joe D’Amatos „Top Model“ von 1988. Dieser Film nennt auf der ofdb Mario Gariazzo als Regisseur, ist dessen Filmographie allerdings nicht zugeordnet. Aufgrund der ähnlichen Präsentation habe ich mich gefragt, ob der für „Intrigo D’Amore“ angegebene Titel „Fatal Attraction 2“ nicht ebenfalls zu „L’Attrazione“ gehört, denn zu dem würde der Titel inhaltlich weitaus mehr passen.

     

    Na gut, ich gebe es ja zu, ich drücke mich vor der Review. „Liebesfalle – Love Web“ ist einer dieser kleinen Billig-Erotikthriller aus Italien, wie man sie Ende der 80er bis Mitte der 90er hinein findet. Softcore mit einer langweiligen und unnötig verkomplizierten Krimi-Story, wobei es hier in diesem Fall um eine Erpressergeschichte geht. Dabei gerät Milly D’Abbraccio an einen irgendwie schmierigen Fotografen, und beim Fotoshooting taucht auch schon der unfreiwillige Humor auf, nämlich bei Paolo Rustichellis musikalischer Untermalung. Da singt irgendein Kerl zu schlüpfrigem Synthie-Pop sowas wie „Macho, Macho, you can love me now, Macho, Macho, you can take me now“, was irgendwie eher nach Darkroom klingt.

     

    Milly D’Abbracio erliegt dem schmierigen Charme von Mr. Macho, lässt sich von ihm besteigen und bereut es hinterher schrecklich. Was wäre da naheliegender als ihn an ihre beste Freundin (Daniela Alviani) weiterzuempfehlen? Das macht sie dann auch, nur wird ihre Freundin von der Assistentin des Fotografen (Valentine Demy) verführt. Warum sehen wir Männer uns solche Filme an? Wegen der Frauen natürlich. Und deshalb hier das knallharte Urteil von „Mr. Macho“ Kuklinski: Milly D’Abbraccio soll 24 Jahre alt gewesen sein (lt. IMDb) als sie diesen Film gedreht hat? Da hat aber eine mächtig am Geburtsdatum radiert. Sie spielt eine vernachlässigte Ehefrau mittleren Jahrgangs und so sieht sie auch aus. Valentine Demy ist (hier) nicht mein Fall, Federica Farnese hat Silikonbrüste (geht gar nicht), halbwegs gefällig kommt noch Daniela Alviani rüber. Die scheint mit fortschreitendem Alter – also nach diesem Film – sogar eher schöner geworden zu sein. Leider eine Blondine. Und die Krimihandlung...lahm.

     

    Noch etwas zum Bildformat der VZ-Handelsgesellschaft-DVD. Auf dem PC bekommt man das halbwegs ins korrekte Format hingefummelt, auf dem Breitbild-Fernseher kann man das allerdings vergessen. Zudem sehr unscharf, bei Kameraschwenks kann einem nahezu schwindlig werden. Als Bonus gibt es noch mal eine Zusammenfassung aller Rammelszenen ohne störende Handlung.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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