Die Kröte

Italien, 1978

  • Originaltitel: La banda del gobbo
  • Alternativtitel:

    Échec au gang (FRA)

    Brothers Till We Die (USA)

  • Regisseur: Umberto Lenzi
  • Kamera: Federico Zanni
  • Musik: Franco Micalizzi
  • Drehbuch: Umberto Lenzi, Tomas Milian
  • Inhalt:

    Sergio „Er Monnezza“ Marazzi (Tomas Milian) ist ein kleiner römischer Gauner, sein Zwillingsbruder Vincenzo – genannt „Il Gobbo“ - ist da schon ein härteres Kaliber. Nach längerer Abwesenheit ist dieser in die Stadt zurück gekehrt und plant mit drei Komplizen einen Bankraub. Doch die legen ihn rein und Vincenzo sinnt auf Rache. Gemeinsam mit der Prostituierten Maria (Isa Danieli) terrorisiert er die Stadt, die Polizei dicht auf den Fersen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Da es zu Umberto Lenzis „Die Kröte“ und zu der Veröffentlichung von Filmart bereits so einige deutschsprachige Reviews gibt, fasse ich mich hier mal kurz und gebe nur meine persönliche Meinung zu diesem Film ab, auch auf die Gefahr hin, dass Ihr die Sch..ße findet.

     

    „Die Kröte“ bietet eine Paraderolle für Tomas Milian, und das gleich im Doppelpack. In der bereits aus Filmen wie Lenzis „Das Schlitzohr und der Bulle“ (1976) und Stelvio Massis „Die Gangster-Akademie“ (1976) bekannten Figur Er Monezza und als dessen buckliger Zwillingsbruder Vincenzo. Dieser erscheint zunächst wie ein durch und durch skrupelloser Charakter, im Laufe der Handlung gelingt es jedoch, dieser mehr Menschlichkeit zu verleihen, und das ist wichtig, damit der Zuschauer auch bereit ist, Anteil an dieser Figur und ihren Handlungen zu nehmen.

     

    Lenzi setzt hier mehr auf Charakterdarstellung und Story als auf reine Action, und es ist wohl auch Milians Beteiligung an dem Entwurf von deren Dialogen, der es zu verdanken ist, dass diese zwei doch recht bizarren Hauptprotagonisten noch ganz glaubhaft rüberkommen. Insgesamt ist „Die Kröte“ ein sehr unterhaltsamer Film, der keine Minute langweilt. Allerdings kann er in der deutschen Synchro bisweilen recht nervig sein. Ich persönlich habe diesen beim ersten Auftritt von Er Monnezza ziemlich entnervt abgeschaltet und bin auf die italienische Tonspur und deutsche Untertitel gewechselt, für die man Filmart nur dankbar sein kann. Vor allem für eine Übersetzung, die sich an den italienischen Dialogen orientiert.

     

    Zur Bildqualität der Filmart-DVD sei angemerkt, dass diese wirklich perfekt ist, für meinen Geschmack etwas zu perfekt und bereinigt. „Die Kröte“ ist ein guter Poliziesco, gehört nach meinem Empfinden aber zusammen mit „Flash Solo“ zu Umberto Lenzis schwächsten Werken dieses Genres.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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