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Konzert für eine Pistole

Italien, 1970

  • Originaltitel: Concerto per pistola solista
  • Alternativtitel:

    Konzert für eine Solopistole (DDR)

    Solo-Konzert für eine Pistole (DE)

    The Weekend Murders (Int.)

  • Deutsche Erstaufführung: 26. Oktober 1972
  • Regisseur: Michele Lupo
  • Kamera: Guglielmo Mancori
  • Musik: Francesco De Masi
  • Drehbuch: Sergio Donati, Massimo Felisatti, Fabio Pittorru
  • Inhalt:

    Eine britische Familiensippe, adlig und aus gutem Hause, trifft sich zur Testamentsverkündung des verstorbenen Familienoberhauptes in dessen prunkvollen Wohnsitz. Der Butler ist entgegen jeder Erwartungen dieses Mal das erste Opfer. Scotland Yard ermittelt, und mit der Unterstützung des leicht infantilen Ortspolizisten Thorpe (Gastone Moschin) liegt die Lösung des Rätsels bald in greifbarer Nähe.

  • Autor: Andreas Rick
  • Review:

    "Konzert für eine Pistole" (Concerto per pistola solista, 1970) ist eine ganz wunderbar krude Mischung aus Giallo, Krimi und Komödie. Anders als bei Sergio Corbuccis "Leichen muss man feiern, wie sie fallen" (Giallo Napoletano, 1979) baut man hier aber nicht auf italienischen, sondern auf klassischen britischen Humor. Regie führt Michele Lupo, welcher für seine handwerklich sehr gut gemachten Filme bekannt ist und diese auch immer mit einer Portion Comedy gewürzt hat.

     

    Was die darstellenden Künstler angeht muss man hier ganz klar an erster Stelle von Gastone Moschin berichten, ein großartiger Schauspieler, der sich mit seiner Rolle des Sergeanten Thorpe einmal mehr übertrifft. Des Weiteren sehen wir im Giallo-Kino sehr erfahrene Darsteller wie Ida Galli aka Evelyn Stewart und Giacomo Rossi-Stuart. Ebenfalls den meisten bekannt sein wird der Western-Darsteller Claudio Undari. Angereichert wird das Süppchen dann noch mit einer Reihe britischer Darsteller um Lance Percival als Inspektor, Chris Chittell und Peter Baldwin.

     

    Ohne jetzt nochmal auf Gaston Moschins ganz hervorragende darstellerische Leistung einzugehen, der hier wirklich auf dem Punkt ist, ist Lupos Film ganz ausgezeichnet von Guglielmo Mancori fotografiert worden. Ein erfahrener Kameramann, der neben Lupo auch sehr oft mit Umberto Lenzi zusammengearbeitet hat, für den er u.a. die Gialli "Spasmo", "Orgasmo" und "Paranoia" filmte. Die wundervolle Musik zum Film stammt von Maestro Francesco De Masi, der hier kräftig Pyotr Ilyich Tchaikovskys Piano Concerto No. 1 zum Einsatz bringt. Am Drehbuch beteiligt war Sergio Donati, der in seiner umfassenden Vita als Drehbuchautor an unzähligen Filmen mitgewirkt hat, u.a. auch an Sergio Leones Meisterwerk "Spiel mit das Lied vom Tod". Die Story ist ein klassischer Whodunit Giallo-Plot, welcher einen bis zur Auflösung im Dunkeln tappen lässt und sehr gerne auf falsche Fährten lockt. Ein absolutes Highlight ist noch die englische Synchronisation, die passend zum Humor, der keinesfalls übertrieben eingesetzt wird, very british daher kommt.

     

    Fazit: Für eingefleischte Genre-Fans eine sehr angenehme Abwechslung, schön gefilmt, musikalisch perfekt untermalt, mit einer ganzen Reihe von guten Darstellern. Prädikat: besonders wertvoll!

  • Autor: Andreas Rick
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