Kesse Teens - Die erste Liebe

Italien, 1974

  • Originaltitel: La ragazzina
  • Alternativtitel:

    La lycéenne découvre l'amour (FRA)

    Mónica e o Amor (POR)

    Kesse Teens und der erste Sex

    Flotte Teens - Die erste Liebe

    Monika - Die erste Liebe

  • Regisseur: Mario Imperoli
  • Kamera: Alvaro Pianezzi
  • Musik: Nico Fidenco
  • Drehbuch: Mario Imperoli, Arpad DeRiso, Giovanni Scolaro, Alberto Piferi
  • Inhalt:

    Die junge Monica steht kurz vor ihrem 16. Geburtstag und plagt sich mit den üblichen Teenager-Problemen jener Zeit herum. Sie möchte ihre Jungfräulichkeit nicht an den Erstbesten vergeuden. Und Monicas Jungfräulichkeit ist sehr begehrt.

     

    Zum Beispiel bei einem Schulkameraden, der sich nebenbei als Möchtegern-Zuhälter verdingt, selbst wenn er Mädchen dafür betäuben muss. Sein Hauptkunde ist der Anwalt Moroni (Paolo Carlini), der zudem ein Freund von Monicas Familie ist. Auch er macht sich an das junge Mädchen heran, ebenso wie ihr Hausarzt, von dem sie sich aber amüsiert und bereitwillig befummeln lässt.

     

    In Monicas engere Wahl kommt jedoch der neue Lehrer Bruno De Angelis (Andrés Resino). Der wiederum hat aber bereits eine Affäre mit der Ehefrau von Anwalt Moroni.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „La Ragazzina“ von Mario Imperoli ist der erste Film mit „Miss Teenage 1974“ Gloria Guida. Es ist schwer diesen Film zu kategorisieren, weil er sich vielerlei Elemente bedient, ohne dass eines davon eine wirkliche Dominanz gewinnt. Ein bisschen Coming of Age, mit einer Prise Krimi, Drama, Sexfilm, Sommerfilmchen. Spielte der Film auf einer Insel wäre es einfacher, dann wäre es nämlich ein Inselfilmchen, und damit könnte man vieles abdecken.

     

    Da ich mich mit der Filmographie von Gloria Guida nicht sehr auskenne, besteht natürlich das Risiko, Falschinformationen zu verbreiten. Wikipedia meint, „La Ragazzina“ wäre zusammen mit Silvio Amadios „La Minorenne“ im Sommer 1974 gedreht worden. Andererseits listet imdb die italienische Uraufführung für den 28. Februar 1974. Desweiteren soll die italienische Fassung gute 10 Minuten länger sein als die deutschen Veröffentlichungen. Mir persönlich waren 79 Minuten allerdings genug.

     

    Die Story ist dünn, wenn auch nicht völlig uninteressant. Die große Faszination der italienischen Kinogänger richtete sich wohl in der Hauptsache auf die Neuentdeckung Gloria Guida, damals ca. 19 oder 20 Jahre alt. Und sie spielt ihre Rolle auch nicht schlecht, die Kameraführung verbringt SEHR viel Zeit mit ihren langen Beinen, es gibt ein paar niedliche Nacktszenen, Achselbehaarung und Schweißflecken gibt es gratis dazu. Guidas Darstellung ist wechselhaft. Während beispielsweise die Szene ihrer Defloration (auch wenn der Kameramann dabei unschlüssig scheint, wo er eigentlich hinwill) von ihr sehr gut gespielt wurde, wirkt sie bei der versuchten Vergewaltigung durch Anwalt Moroni sehr unglaubhaft.

     

    Der große Mangel dieses Films ist dagegen der Regisseur, der es einfach nicht zu schaffen scheint, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Was den Film halbwegs bemerkenswert macht, ist das durchaus kontroverse Ende. Eigentlich ist das Ganze schade, denn mit ein paar Lire mehr und einem anderen Regisseur hätte man mehr aus diesem Film machen können, aber der spätere Erfolg seiner Hauptdarstellerin rechtfertigt seine Existenz allemal.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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