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Insel der neuen Monster

Italien, 1979

  • Originaltitel: L'isola degli uomini pesce
  • Alternativtitel:

    A Ilha dos Homens-Peixe (BRA)

    La Isla de los hombres peces (ESP)

    Le continent des hommes poissons (FRA)

    Screamers (USA)

    Something Waits in the Dark (USA)

    The Island of the Fishmen (Int.)

    The Fish Men (Int.)

  • Deutsche Erstaufführung: 23. März 1979
  • Regisseur: Sergio Martino
  • Kamera: Giancarlo Ferrando
  • Musik: Luciano Michelini
  • Drehbuch: Cesare Frugoni, Luciano Martino, Sergio Donati, Sergio Martino
  • Inhalt:

    Lt. Claude de Ross (Claudio Cassinelli) treibt nach einem Schiffbruch in einem Rettungsboot auf dem Meer, in Begleitung einiger Strafgefangener, die sein Schiff transportiert hat. Sie erreichen eine Insel, die zu ihrem Unglück bewohnt ist: von Edmond Rackham (Richard Johnson), der es auf einen Schatz abgesehen hat, der Voodoo-Priesterin Shakira (Beryl Cunningham) und der schönen Amanda Marvin (Barbara Bach). Deren Vater, Professor Ernest Marvin (Joseph Cotten), ist ein geächteter Genetiker, der für Rackham aus den Ureinwohnern der Insel Fischmenschen gemacht hat, die für ihn in der Tiefe den Schatz von Atlantis bergen sollen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Ich war genau 12 Jahre alt, lt. FSK genau richtig, als meine Eltern mich während eines Bayernurlaubs allein in ein kleines Ortskino verfrachteten und dann für zwei Stunden verschwanden. Was die wohl derweile gemacht haben, und ob ich das wirklich wissen will? Egal, ich fand den Film ziemlich gruslig und „Insel der neuen Monster“ war wohl tatsächlich recht heftig für Zwölfjährige (1979 jedenfalls) und Zombies entdeckte ich auch erst ein bis zwei Jahre später, nach dem Kauf meines ersten Videorekorders. Übrigens hatte ich damals keinen Schimmer, welchen Film ich da überhaupt gesehen hatte, denn für das Betrachten des Kinoaushangs hatten meine Eltern mir keine Zeit gelassen (hatten es wohl eilig) und die damalige Kinofassung hatte keinen richtigen Vorspann. „Irgendein Jules Verne-Film“, meinte mein Vater nur, „gefällt dir bestimmt“, schien ihm aber auch egal zu sein. Und tschüss, bis später. Erst über zwei Jahrzehnte später, bei Erscheinen der ungekürzten Marketing-DVD wurde mir klar, dass „Insel der neuen Monster“ der vermutlich erste Italo-Horror war, den ich je gesehen habe.

     

    Die Marketing-DVD enthielt dann erstmals die komplette Version der italienischen Originalfassung, mit Kameraarbeit von Giancarlo Ferrando, Unterwasserszenen natürlich Gianlorenzo Battaglia, Musik Luciano Michelini, und Effekten von Paolo Ricci, Dino Galliani und die Kostüme der Fischmenschen von Massimo Antonello Geleng. Aber diese Fassung kennt ja jeder.

     

    Von Scorpion Releasing erschien vor einiger Zeit in den USA auf Blu-Ray die umgearbeitete US-Fassung von Roger Corman. Zur Starbesetzung des ursprünglichen Cast kommen nun unter anderem noch Mel Ferrer und Cameron Mitchell in einer neu gedrehten 12-minütigen Anfangssequenz vor. Bei dieser und einigen zusätzlichen Einstellungen im Film führte Miller Drake Regie, Kamera Gary Graver (bekannt nicht nur als Kameramann sondern auch als Regisseur zahlreicher Hardcore-Filme), und die Spezialeffekte kommen von Chris Walas, der auch umgehend dafür sorgt, dass diese Fassung bei unserer FSK eher nicht mit einer Freigabe ab 12 davon käme.

     

    Als Italo-Fan sage ich es nur ungern, aber trotz aller nostalgischen Gefühle kommt diese Fassung heute doch etwas besser rüber. Dabei musste Sergio Martinos Originalfassung einiges an Federn lassen, denn die US-Fassung ist ca. 10 Minuten kürzer, dann noch die neue Anfangssequenz, da sind bestimmt an die 25 Minuten von Martinos Szenen draufgegangen. Der Vorteil: einige Einstellungen der Monster, die im Original doch etwas pappig wirkten, wurden entfernt oder ersetzt, andere farblich aufgewertet. Die Szene, in der Barbara Bach am Strand mit dem Elixier wartet, und die Fischmenschen aus dem Meer steigen und sich um sie versammeln, wurde abgedunkelt, und das ist gut so.

     

    Leider wurde auch einiges der Filmmusik durch Tracks von Sandy Berman ersetzt, und bei einer Szene taucht plötzlich Musik aus „Die weiße Göttin der Kannibalen“ auf. Das könnte aber auch in der Originalfassung so gewesen sein, kann ich mich jetzt nicht erinnern. Die US Fassung wurde auch neu synchronisiert und hat zusätzliche Soundeffekte, die im Original nicht zu finden sind.

     

    Die von Scorpion Releasing veröffentlichte Version erschien unter dem Titel „Screamers“, was so nicht ganz korrekt ist, da es sich eigentlich um die ursprüngliche US-Fassung „Something waits in the Dark“ handelt. Nachdem dem Film in den USA wenig Erfolg beschieden war, drehte Jim Wynorski 1981 einen neuen Trailer, eben „Screamers“, der jedoch Versprechungen machte und auf Szenen hinwies, die es im Film gar nicht gab. Trotz eines gewissen finanziellen Erfolgs ließen Kinobesitzer den Film dann aufgrund von Zuschauerbeschwerden zurück gehen. Entsprechende Szenen wurden daraufhin zwar eingefügt, gehören aber nicht zum Originalnegativ und wurden nie fürs Heimkino publiziert.

     

    Fans seien natürlich beide Fassungen ans Herz gelegt. Obige Screenshots sind aus der US-Version.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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    Links

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