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Höllenhunde bellen zum Gebet

Italien, 1976

  • Originaltitel: Con la rabbia agli occhi
  • Alternativtitel:

    Con la rabia en los ojos (ESP)

    L'ombre d'un tueur (FRA)

    Anger in His Eyes (UK)

    Death Rage (USA)

  • Deutsche Erstaufführung: 11. März 1977
  • Regisseur: Antonio Margheriti
  • Kamera: Sergio D'Offizi
  • Musik: Guido De Angelis, Maurizio de Angelis
  • Drehbuch: Guy Castaldo, Luciano Vittori
  • Inhalt:

    Der pensionierte Auftragskiller Peter Marciani (Yul Brynner) schippert nach einem Hinweis auf die Mörder seines Bruders von New York nach Italien um dort furchtbare Rache zu nehmen. Dort trifft er auf den jungen Angelo (Massimo Ranieri) der ihm mit Eifer unter die Arme greifen will und bei der Suche nach den Mördern, welche sich in Kreisen der Mafia befinden, behilflich ist. Der Commissario (Martin Balsam) und seine psychisch bedingten Sehstörungen sind ihm, im Gegensatz zur bezaubernden Anny (Barbara Bouchet), hierbei verständlicherweise keine große Hilfe.

  • Autor: Andreas Rick
  • Review:

    Nach Sichtung der ganz vorzüglichen Doku über das filmische Gesamtwerk von Antonio Margheriti, welche auf der "Im Wendekreis des Söldnerss" Blu-ray von Ascot Elite zu finden ist, habe ich endlich damit angefangen meine fehlenden Lücken in dessen Filmografie zu schließen. Margheriti hat so gut wie jedem Genre einen Besuch abgestattet, mit "Höllenhunde bellen zum Gebet" (Con la rabbia agli occhi, 1976) und "Gretchko" (The Squeeze, 1978) also auch dem Action & Crime der 70er Jahre. Die Hauptrolle des ersteren hat Yul Brynner inne, damals schon im stolzen Alter von 61 der wie viele alternde Stars des US-Kinos irgendwann den Schritt über den großen Teich wagte. Höllenhunde ist Brynners letzter Film, 1985 starb er an Lungenkrebs am selben Tage wie sein Schauspielkollege Orson Welles. Den meisten Italophilen wird er bekannt sein als Sabata (eigentlich Indio Black) in "Adios Sabata" (Indio Black, sai che ti dico: Sei un gran figlio di..., 1971) von Gianfranco Parolini. In den weiteren Hauptrollen sind der italienische Schlagerstar Massimo Ranieri, Martin Balsam (bestens bekannt aus zahlreichen Polit-Thrillern, oft unter der Regie von Damiano Damiani) und Barbara Bouchet zu sehen. Ferner geben sich Sal Borgese und Luigi Bonos in kleineren Rollen die Ehre.

     

    Klar ist: Antonio Margheriti hat auch mit diesem Film kein Meisterwerk ala Fernando Di Leo oder Umberto Lenzi abgeliefert, dennoch einen sehr überzeugenden und dramatischen Mafia-Thriller, mit ruhiger Grundstimmung, der sich vor den Großen des Genres nicht verstecken braucht. Die wachsende „Vater/Sohn“-Beziehung zwischen Brynner und Ranieri erinnerte mich zunehmend an den Italowestern "Der Tod ritt Dienstags" von von Tonino Valerii in dem Giuliano Gemma und Lee Van Cleef ein ebenso ungleiches Paar abgeben, wenn auch mit anderem Ausgang. Sehr passend sind auch die Locations, Neapel als Sündenpfuhl eignet sich hervorragend für jene Art von Filmen wie man auch in "Camorra - Ein Bulle räumt auf" (Napoli Violenta, 1976) von Umberto Lenzi oder in "Sie nannten ihn Plattfuss" (Piedone lo sbirro, 1973) von Steno sehr gut sehen kann. Der ausgezeichnete Soundtrack stammt von den De Angelis Brüdern Guido und Maurizio.

     

    Eine vergessene Perle die dringend eine deutsche Heimkinoauswertung erfahren muss.

  • Autor: Andreas Rick
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