Hard Sensation

Italien, 1980

  • Originaltitel: Hard Sensation
  • Alternativtitel:

    Fuerte Sensacion (ESP)

    Hard Sensations

  • Regisseur: Joe D'Amato
  • Kamera: Joe D'Amato
  • Musik: Alessandro Alessandroni
  • Drehbuch: George Eastman
  • Inhalt:

    Da die jungfräuliche Professorentochter Sue (Dirce Funari) allmählich rollig zu werden beginnt, schicken ihre Eltern sie zusammen mit deren zwei ebenso rolligen Freundinnen Sue (Annj Goren und noch eine) mit der Gouvernante Miss Perez (Lucia Ramirez) und zwei Leibwächtern auf eine einsame Insel. Während einer der Leibwächter dort angekommen vorzugsweise den Spanner macht, ist der andere über ein beschädigtes, ihm unbekanntes Boot beunruhigt, dass sie am Strand gefunden haben.

     

    Da Miss Perez über die Unschuld der Mädchen wacht, müssen die in ihrer Not auf ihre gegenseitige Zungenfertigkeit zurück greifen. Als der Spannemann-Leibwächter von Miss Perez Fingerspiel abgelenkt ist, wird er hinterrücks niedergeschlagen. Die Gefängnis-Ausbrecher und Gewalttäter Clyde (George Eastman), Bobo (Mark Shannon) und einen homosexuellen und ziemlich durchgeknallten Ex-Mitinsassen hat es auf die Insel verschlagen. Insbesondere Bobo – seit 10 Jahren ohne Sex - hat es auf die Mädels abgesehen, während Clyde ihn ständig zu bremsen versucht.

     

    Clyde fasst auch den Plan, die drei wohlhabenden Mädchen nur gegen Lösegeld wieder an ihre Eltern zu übergeben. Doch zuerst machen ihm Bobo und dann die Mädchen selbst einen Strich durch die Rechnung.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Hard Sensation“ ist ein Rape and Revenge-Inselfilmchen mit Hardcore-Szenen aus der dominikanischen Schaffensphase von Joe D’Amato in 1980, und produziert von seiner eigenen Kristal Film. Das Drehbuch schrieb George Eastman unter dem Pseudonym Tom Salina.

     

    Für einen Hardcore-Film (ohne sichtbare Cum-Shots) hat „Hard Sensation“ erstaunlich viel Handlung und verfügt sogar über einen Spannungsbogen, der lediglich von Bobos Geilheit unterbrochen wird, denn so ziemlich jede der Darstellerinnen muss einmal an seine Eiswaffel ran. Provokativ ist die Figur und die Darstellung des Homosexuellen, der sich einmal (im Off) an einem der gefesselten Leibwächter zu schaffen macht, bevor er diesen versehentlich – wie bleibt unklar – dabei tötet. Für einen zusätzlichen Story-Twist sorgt Bobo, der – reichlich genervt von Clydes Versuchen ihm vom Einsatz seiner Eiswaffel abzuhalten – Clyde schließlich mit vorgehaltener Waffe dazu zwingt, Sue zu entjungfern. Dafür bleibt Sue aber als Einziger Bobos Eiswaffel erspart.

     

    Mark Shannon gibt in „Hard Sensation“ ein paar Dialoge zum Besten, die wirklich ebenso schmerzhaft sind wie das gesamte englischsprachige Dubbing. Einfach furchtbar. Er ist es auch, der seinen Schwanz ständig als Eiswaffel bezeichnet. Und wieder fällt auf, dass Mark Shannon eigentlich nie so richtig hart wird, irgendwie ist das immer so eine halbherzige Würstchen-Erektion, die er da auf die Reihe bekommt, sehr ungewöhnlich für einen Hardcore-Darsteller. Die übrigen Akteure entsprechen natürlich weitgehend den anderen Produktionen, die Joe D’Amato 1980 in der Dominikanischen Republik und wohl so ziemlich in einem Rutsch gedreht hat. Ähnlich wie bei „In der Gewalt der Zombies“ nimmt er es auch in diesem, Film mit den Tag-und-Nacht-Wechseln sehr ungenau.

     

    Ich habe echt eine Schwäche für Annj Goren. Selbst der Homosexuelle im Film bemerkt, ihr Arsch sei gar nicht so übel für eine Frau. Unfreiwillig komisch ist eine Szenenfolge, in der erst der Homosexuelle ihr Jim Beam einflößt, dann Mark Shannon, und schließlich greift sie selbst zur Flasche. Und die scheint nicht mit Wasser gefüllt gewesen zu sein, denn beim anschließenden Oralverkehr mit Shannon muss sie anfangs andauernd kichern, bewegt dann ihren Kopf total unkoordiniert vor und zurück, wobei ihr auch mehrfach sein Gerät aus dem Mund rutscht und sie Schwierigkeiten hat, es dann wieder gezielt in ihre Mundöffnung zu bekommen. Ja, die war glaube ich ganz schön voll.

     

    Erwähnenswert ist die schöne und unerwartete musikalische Vertonung von Alessandro Alessandroni, nicht immer passend, aber sehr hörenswert für einen Porno mit Tarnkappe. Ich denke, es könnte wirklich Spaß machen, diesen Film mal in einer professionellen DVD-Abtastung zu sehen, anstatt eines an den Seiten zusammengequetschten VHS-Rips. Eine deutsche Fassung hat es wohl nicht gegeben.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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