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Die Frau vom heißen Fluss

Italien | Spanien, 1978

  • Originaltitel: La mujer de la tierra caliente
  • Alternativtitel:

    Le tropique du désir (FRA)

    La donna della calda terra (ITA)

    Fury (USA)

    Woman from the Torrid Land

    Laura - Zeig mir wie man's macht

  • Deutsche Erstaufführung: 02. Mai 1980
  • Regisseur: José María Forqué
  • Kamera: Alejandro Ulloa
  • Musik: Carlo Savina
  • Drehbuch: Adriano Bolzoni, José María Forqué, Hermógenes Sáinz
  • Inhalt:

    Ein Namenloser (Stuart Whitman) wandert scheinbar ziellos durch ein namenloses Land (Mexiko, denke ich). Auf einer Fähre lässt er sich von zwei Farmern mitnehmen, die ihm einen Platz hinten in ihrem Anhänger für Tiertransporte anbieten.

     

    Dort trifft er aber auf kein Pferd sondern auf eine ebenso namenlose Schöne (Laura Gemser). Nach anfänglichem Widerwillen fängt er an, ihr von seiner Vergangenheit zu erzählen, die von seiner erfolglosen Ehe handelt. Im Austausch berichtet ihm auch seine Begleiterin aus ihrem Leben und ihren bisherigen Erfahrungen mit Männern.

     

    Nachdem die beiden Farmer ihn abgesetzt haben, versucht er sie wiederzufinden, denn er möchte die unbekannte Schöne nicht einfach so aus seinem Leben gehen lassen. Doch hat sie überhaupt je existiert?

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Der Film „Die Frau vom heißen Fluss“ beginnt mit einem Traum und endet mit einem Rätsel. Regisseur José María Forqué inszenierte hier einen recht dialoglastigen Erotik-Film mit ominösen Charakteren, die man erst im Laufe der Rückblenden näher kennen lernt. Es gibt durchaus schöne Bilder, eingefangen von Kameramann Alejandro Ulloa, und musikalisch untermalt von Carlo Savina.

     

    Die Story bietet viel Dramatisches, eine recht kontroverse Szene (so scheint die Figur von Laura Gemser ihre erste wirkliche sexuelle Erfüllung in den Armen eines älteren Einbeinigen gefunden zu haben) und eine recht komische Szene, in der eine halbwegs attraktive Ladenangestellte den beiden Farmern jeden Peso aus der Tasche zieht, indem sie deren Hoffnungen auf immer Nacktheit und ein sexuelles Abenteuer weckt.

     

    Das klingt alles nach einem ziemlichen Mischmasch, und wäre nicht die gleichbleibende Grundatmosphäre, hätte man genau das zu erwarten. José María Forqué, der immerhin 1957 mit „Tag der Verdammten“ (Amanecer a Puerta Oscura) auf der Berlinale einen Silbernen Bären einstreichen konnte, gelingt trotz gewisser Dramatik in „Die Frau vom heißen Fluss“ nicht mehr als Oberflächlichkeit. Nachdenken ist nicht gefragt, hat wohl aber auch niemand erwartet.

     

    Hauptdarsteller Stuart Whitman ist ein bekannter aber kein herausragender Darsteller, Laura Gemser agiert ebenfalls recht zurückhaltend. Am Überzeugendsten fand ich noch Pilar Velázquez als Mónica, die Ehefrau unseres namenlosen Hauptprotagonisten. Giallo-Fans werden sie eventuell aus Sauro Scavolinis „Un bianco vestito per mariale“ oder Alfonso Brescias „Naked Girl in the Park“ kennen.

     

    Somit kann man „Die Frau vom heißen Fluss“ ruhig mal gesehen haben, muss man aber nicht. Die vergriffene DVD von X-Rated war uncut, die diversen Kaufhaus-Fassungen lassen ca. vier Minuten vermissen.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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