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Flucht von Galaxy III

Italien, 1981

  • Originaltitel: Giochi erotici nella terza galassia
  • Alternativtitel:

    A 3ª Galáxia (BRA)

    Huida de la tercera galaxia (ESP)

    StarCrash II - Les évadés de la galaxie III (FRA)

    Escape from Galaxy 3 (USA)

    Star Crash II

  • Regisseur: Bitto Albertini
  • Kamera: Sandro Mancori
  • Musik: Don Powell
  • Drehbuch: John Thomas
  • Inhalt:

    Der „Schwarze Teufel“ Oraclon (Don Powell) fällt mit seiner Kriegsflotte in das Sternenreich Zanors ein und verbrennt deren friedliche Bewohner zu Asche. Doch Belle Starr (Sherry Buchanan), der Tochter von König Ceylon (Chris Avram), gelingt in einem Raumschiff zusammen mit ihrem Jugendfreund Lithan (Fauso di Bella) die Flucht.

     

    Sie erreichen einen unbekannten Planeten, auf dem eine rückständige Dorfgemeinschaft lebt, die die beiden Neuankömmlinge mit ihren scheinbar magischen Kräften für eine Bedrohung halten und sie auf dem Scheiterhaufen verbrennen wollen. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Als Lithan der Tochter des Dorfältesten (Attilio Dottesio) während der feierlichen Hinrichtungs-Zeremonie das Leben rettet, heißt man sie willkommen.

     

    Gerade als Belle und Lithan beginnen, in der paradiesischen Umgebung die Liebe zu entdecken, hat Oraclon sie aufgespürt und dem Dorf droht der Untergang.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Ende 1980 wurde Bitto Albertini („Human Cobras“, 1971/“Black Emanuelle“, 1975) die etwas undankbare Aufgabe zuteil, um bereits existierende Special Effect-Szenen aus Luigi Cozzis „Star Crash – Sterne im Duell“ ein neues Meisterwerk unter den Sternenkriegs-Epen zu basteln, aber bitte nicht zu teuer. Das Endprodukt kam bereits im Februar 1981 in italienische Kinos.

     

    Im Ergebnis ist „Flucht von Galaxy 3“ eine Mischung aus Science Fiction und dem guten, alten Inselfilmchen-Genre. Zu Ersterem - wie gesagt - Special Effects aus „Star Crash“ und ein kurzer Gastauftritt von Chris Avram als Sternenkönig für die nächsten fünfzehn Minuten – bis zu seinem vorzeitigen Ableben. Sein böser Gegenspieler ist Oraclon, genannt der „Schwarze Teufel“, und ja, es handelt sich um einen farbigen Darsteller in einem futuristischen Disco-Outfit und Glitter im Bart. Don Powell heißt der Mann, hat neben einigen kleinen Rollen als Darsteller auch einige Filmsongs geschrieben und gesungen, so auch für „Flucht von Galaxy 3.“ Von wem allerdings die weiteren Synthesizer-Füllsel stammen, ist unbekannt.

     

    Thema Disco. Die Outfits in den futuristischen Szenen zu Anfang fallen alle in diese Kategorie. Hier lohnt es sich durchaus mal, den Blick von Sherry Buchanans knuffig-kompakten Hinterteil ein wenig tiefer schweifen zu lassen, nämlich auf die diversen phantasievollen Stiefel-Kreationen der Protagonisten. Sherry Buchanan trägt sogar zwei verschiedene, rechts so, links so. Im späteren Verlauf gibt es bei einem Dorffest natürlich noch eine Disco-Tanznummer, gefolgt von einem ebenso schwungvollen Fackeltanz.

     

    Nun zum Inselfilmchen-Teil. Belle und Lithan erreichen also diesen kleinen Planeten und lehnen sich zu Anfang ganz schön weit aus dem Fenster mit der Bemerkung, dass die Bewohner ja 30.000 Jahre zurückgeblieben seien. Gar nicht nett. Zumal wir schon kurz darauf erfahren, dass Belle und Lithan bisher niemals Wasser oder Pflanzen gesehen haben und ebenfalls nicht wissen, was Küssen, Liebe oder Sex ist. Zum Glück stolpern sie am Wegesrand auf Marina Hedman und ihren Gespielen und bekommen eine erste Ahnung, dass sie eben auch nicht alles wissen. Und so entdecken unsere Hauptprotagonisten die verschiedenen Variationen der Natur.

     

    Wir verbringen viel Zeit mit erstem Gefummel, Kussversuchen und Koitus mit verschiedensten Partnern, denn zwischen Belle und Lithan will es zunächst nicht so recht funken. Aber der ist anscheinend nur schüchtern und braucht ein wenig mehr Privatsphäre und Konzentration als die offenherzige Dorfbewohnerschaft zu bieten weiß. Ein perfekter Moment, endlich in den Armen Belles zu versinken ist natürlich mitten im Angriff Octalons, wann sonst? Man kommt ja sonst zu nichts bei dem ganzen Stress. Ein flüssig heruntergekurbeltes Finale bereitet dem Ganzen dann ein Ende, ebenso wie Dino Mangognas Bestrebungen als Filmproduzent, „Flucht von Galaxy 3“ blieb seine einzige größere Geldausgabe.

     

    Apropos Science Fiction, ich finde es nicht gut, dass George Lucas 1977 die Italiener so dreist kopiert hat, das gehört sich nicht.

     

    „Flucht von Galaxy 3“ erschien als DVD von WGF unter dem Titel „Star Crash 2.“ Das Bild sieht nach einer dieser US-Public Domain Kopien aus, ist aber ansehbar.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb
    IMDb

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