Suchen

Der feurige Pfeil der Rache

Frankreich | Italien | Spanien, 1971

  • Originaltitel: L'arciere di fuoco
  • Alternativtitel:

    Long Live Robin Hood (USA)

    El arquero de Sherwood (ESP)

    Archer of Fire (GBR)

    L'arciere di Sherwood (working-title)

    La grande chevauchée de Robin des bois (FRA)

  • Deutsche Erstaufführung: 07. September 1971
  • Regisseur: Giorgio Ferroni
  • Kamera: Giuseppe Pinori
  • Musik: Gianni Ferrio
  • Drehbuch: Ennio De Concini, Giorgio Stegani, Manuel Torres, André Tranché
  • Inhalt:

    Prinz John bemächtigt sich des englischen Throns, denn er hält den rechtmäßigen Herrscher, seinen Bruder Richard Löwenherz, für tot. Dem ist aber nicht so, denn der König wurde von den Deutschen gefangen genommen und wird nur gegen ein hohes Lösegeld freigelassen, so überbringen es ihm Henry von Nottingham und ein Begleiter. Um des Thrones fürchtig, befiehlt Prinz John die Boten umzubringen, damit die Wahrheit über den Verbleib des verschollenen Bruders nicht ans Tageslicht gelangen kann. Der Anschlag misslingt allerdings und Sir Henry kann in den Wald von Sherwood entkommen. Dort verbündet er sich mit einer rebellischen Truppe von Angelsachsen und kämpft mit ihnen zusammen unter einem neuen Namen gegen das fiese Regime. Henry von Sherwood nennt sich ab jetzt nämlich: Robin Hood!

  • Autor: Tobias Reitmann
  • Review:

    Giorgio Ferroni, welcher zuvor schon einige Western mit Giuliano Gemma gedreht hat, sich aber auch für die zwei hervorragenden Italo-Grusler "Die Mühle der versteinerten Frauen" und "Night Of The Devils" verantwortlich zeigen durfte, schuf hier einen vergnüglichen Abenteuerstreifen, welcher rund um die Robin Hood-Sage gestrickt wurde. Dabei kommt Wohlfühl-Atmosphäre und viel Humor (kein Klamauk!) mit ins Spiel, daneben dürfen sich verschiedene Genre-Bekannte die Klinke in die Hand geben: Robin Hood wird von Herrn Gemma mit seiner Überbeschwingtheit bestens gemimt, vertont wurde er bei uns von Christian Brückner. Mit von der Partie sind noch Mario Adorf als Pater Tuck, welcher wohl die meisten Lacher auf seiner Seite hat...auch musste ich zweimal hinschauen, ob's wirklich der "Eisenfresser" ist. Ebenfalls dürfen noch Nello Pazzafini als Little John, Daniele Dublino als böser Prinz John, sowie Silvia Dionisio als Lady Marian auftrumpfen - soviel erstmal zum dicken Cast.

     

    Die Settings rund um den Wald, Hof oder Schloss sind gut gewählt und versprühen eine authentische Atmosphäre, während Altmeister Gianni Ferrio diese mit pompösen Klängen unterstreicht.

     

    Langeweile dürfte hier gar keine aufkommen, denn immer ist was geboten...und droht die Szenerie dennoch einmal ins Ermüdende abzudriften, gibts entweder einen lustigen Spruch, ulkige Situationen, Spannung oder einfach nur Raufbold-Action von anno dazumal. Muss ehrlich gestehen, das ich diesen Abenteuerfilm bis jetzt mit am meisten aus dem Genre favorisiere, auch wenn es aus Expertensicht sicher bessere Werke gibt (...ich kenn' ja auch nur 'nen Bruchteil). Ferroni hat mich bisher ebenfalls noch nicht enttäuscht, egal welches Genre er bediente (...hätte gerne mal einen Giallo oder Krimi unter seiner Fuchtel gesehen, wäre sicher auch Überdurchschnittliches bei rausgekommen), jedenfalls ist seine Robin Hood-Interpretation als sehr gelungen und verdammt amüsant einzustufen.

  • Autor: Tobias Reitmann
  • Links

    OFDb
    IMDb

    Bitte Kommentar schreiben

    Sie kommentieren als Gast.