Elfmeter für den Superbullen

Italien, 1980

  • Originaltitel: Delitto a Porta Romana
  • Alternativtitel:

    Delito en puerta Roma (Spanien)

  • Deutsche Erstaufführung: 04. Juni 1982
  • Regisseur: Bruno Corbucci
  • Kamera: Giovanni Ciarlo
  • Musik: Franco Micalizzi
  • Drehbuch: Bruno Corbucci, Mario Amendola
  • Inhalt:

    Franco „Venticello“ Bertarelli (Bombolo) wird während eines Einbruchs in Mailand Zeuge eines Mordes, für den er jedoch als Hauptverdächtiger verhaftet wird. Da er nur mit Giraldi sprechen will, wird dieser gebeten, den Fall zu übernehmen. Und die Zeit drängt – Giraldis Frau ist im achten Monat schwanger und Venticellis Zellengenosse will ihn zu seiner Frau machen. Vorerst einziger Hinweis: der wahre Täter hat eine Narbe am Knöchel.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Der siebente Giraldi-Film ist ausgezeichnet gelungen, die Produktion wirkt mehr als solide, die Story verliert sich nicht in unnötigen Nebenhandlungen. Kann es an einem strengeren Produzenten gelegen haben? Denn hier ist einmal nicht Galliano Juso sondern Giovanni di Clemente verantwortlich gewesen.

     

    Auch haben sich Corbucci und Amendola anscheinend wieder erinnert, dass sie Giraldi im ersten Film verheiratet haben. Hier taucht wieder eine Ehefrau auf, im achten Monat schwanger, wurde aber umbenannt und wird gespielt von Olimpia di Nardo, die Fans der Reihe bereits in „Squadra Antifurto“ sehen konnten, und die auch in den vier noch folgenden Filmen dabei sein wird.

     

    Es gibt ein paar bekannte Gesichter, neben Massimo Vanni hier die italienische Porno-Milf-Ikone Marina Hedman sowie Franco Diogene, den man z. B. aus Andrea Bianchis „Nude per l’Assassino“ oder Marino Girolamis „Roma, l'altra faccia della violenza“ kennt, und der hier einen denkwürdigen Nacktauftritt hat.

     

    Eine Verfolgungsjagd mit einem passenden Score von Franco Micalizzi, in der Giraldi auf Roller Skates das Auto des Mörders durch Mailand verfolgt, ist diesmal so gut gelungen, dass man nicht pausenlos das Gesicht eines Stuntmans sieht, tatsächlich könnte es sich sogar anhand einiger sehr gut erkennbarer Aufnahmen weitgehend um Milian selbst handeln. Auch am Schluss stimmen Komik und Action perfekt, wenn der Mörder Giraldis Wohnwagen nebst gebärender Frau und zittriger Oma kidnappt und dieser die Verfolgung aufnimmt.

     

    Bombolo hat diesmal zahlreiche Szenen, die aber nicht komplett in Albernheit abdriften, sondern zurückhaltend komisch und stimmig sind. Natürlich begegnen einem hier zwar wieder haufenweise Klischees, die man aber schmunzelnd durchgehen lassen kann.

     

    Woher der deutsche Verleih den Titel „Elfmeter für den Superbullen“ hat, bleibt wohl ein Rätsel. Weil der Film bei einem Fußballspiel beginnt? In dieser Szene ist der „Superbulle“ nicht mal dabei.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Veröffentlichungen:

    Enthalten in der „Superbulle-Box“ von Savoy/e-m-s, dieser Film in etwas besserer Bildqualität, dafür ist der Ton schlechter.

  • Autor: Gerald Kuklinski
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