Dead Eyes

Italien, 1989

  • Originaltitel: Il gatto nero
  • Alternativtitel:

    Demons 6 (USA)

    Edgar Allan Poe's the Black Cat

    The Black Cat

  • Regisseur: Luigi Cozzi
  • Kamera: Pasquale Rachini
  • Musik: Vince Tempera
  • Drehbuch: Luigi Cozzi, Daria Nicolodi
  • Inhalt:

    Der Regisseur Marc Ravenna (Urbano Barberini) und sein Drehbuchautor (?) wollen eine Fortsetzung des Films „Suspiria“ drehen, mit dem ein bekannter italienischer Regisseur mal einen großen Hit landete. In der Fortsetzung soll es um die dritte der drei Mütter namens Levana gehen, deren Rolle Marcs Frau Anne (Florence Guérin) verkörpern soll. Auch Nora (Caroline Munro) soll eine Rolle in dem Film bekommen.

     

    Doch sobald Anne von ihrer Rolle erfahren hat, wird sie von Halluzinationen heimgesucht, in der sie sowohl die Hexe als auch eine junge Fee und ein mysteriöser Kühlschrankreparatur-Heini heimsuchen. Marc und sein Autor (?) versuchen derweil einen Produzenten für ihr Projekt zu finden und geraten dabei an den für tot gehaltenen Leonard Levin (Brett Halsey).

     

    Als sie Beratung bei der Okkultistin Esther (Karina Huff) suchen, warnt diese sie davor, einen Film über Levana zu drehen, die die könnte jederzeit aus dem Jenseits zurück kehren, und dafür muss nur schnell ein Baby geopfert werden - Annas Baby.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    Was macht ein Elternpaar, nachdem es festgestellt hat, dass sein Baby entführt wurde? Richtig, die Mutter beschwert sich beim Produzenten ihres Mannes, und der Vater steigt mit der Freundin seines Autors ins Bett. Ist doch völlig logisch, oder? Nein, mit der Logik hapert es hier ein wenig. Und wenn dann auch noch Supermutanten ins Spiel kommen, dann wissen wir, wir sind mitten in einem Luigi Cozzi-Film.

     

    Was hat Cozzi hier geritten? Und wer ist Produzent Lucio Lucidi? Die Tochter von Lucio Fulci und Antonio Lucidi? Nein, nein, nein. Aber Spaß beiseite, erstmals begegnete mir „Dead Eyes“ auf VHS von Ascot Video, aber leider war das Tape gegen Ende im Eimer, so dass ich die letzten 10 Minuten des Films gestern zum ersten Mal gesehen habe. Und bis dahin fand‘ ich den Film gar nicht so schlecht wie beim ersten Mal.

     

    Es gibt überraschende Wendungen, einen recht witzigen Kontext (Freud und Leid von Filmschaffenden) und einen gelungenen Soundtrack, was sowohl für die Musik von Vince Tempera als auch für die Rocksongs gilt. Brett Halsey gibt eine Performance als Filmproduzent, eine Mischung aus A...loch und Dr. Varelli (aus Argentos „Inferno“), die einem die Tränen in die Augen treibt. Für interessante Nebenrollen sorgen Giada Cozzi als Fee im Fernseher und Antonio Marsina nebst Sohn Michele. Etwas weniger Screentime hätte dem Kühlschrank gut getan, nennen wir das Kind beim Namen, Kühlschränke sind einfach nicht gruselig.

     

    Qualitativ bewegen wir uns durchaus auf dem Niveau der Filmirage-Produktionen der Achtziger und Neunziger also auf dem Horrorfilm-Niveau der „La Casa“-Reihe - bis kurz vor Ende, dass ich gestern wie gesagt zum ersten Mal gesehen habe und zu dem ich mich nicht äußern möchte. Die Special Effects hätten insgesamt besser werden können, immerhin waren Rosario Prestopino und Antonio Corridori am Werk, aber das Budget war sichtbar niedrig.

     

    Caroline Munro hat eine recht kleine Rolle, und nach Paul Nashys „El aullido del diablo“ (1987) war das dennoch eine Karrieresteigerung. Ich mag die Frau. Florence Guérin, die man in anderen Filmen eher künstlich aufgebrezelt zu sehen bekommt, hat ihrer Rolle mit wenig Make-Up und tristem Hausfrauenlook einen Hauch von Normalität verliehen, und auch das kann sich sehen lassen. Insgesamt ist „Dead Eyes“ jedoch eher ein filmisches Kuriosum, dessen Intention - offensichtlich aus Kostengründen - nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Noch eine kleine Schlussbemerkung zur filmischen Logik: wenn man jemandem eine Frage stellt, und man möchte eine Antwort, erst antworten lassen und dann erschießen – nicht umgekehrt.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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