Das Haus der blauen Schatten

Italien, 1986

  • Originaltitel: La casa del buon ritorno
  • Alternativtitel:

    The House of the Blue Shadows

  • Regisseur: Beppe Cino
  • Kamera: Antonio Minutolo
  • Musik: Carlo Siliotto
  • Drehbuch: Beppe Cino
  • Inhalt:

    Der junge Luca (Stefano Gabrini) kehrt zum ersten Mal nach 15 Jahren zusammen mit seiner Verlobten Margit (Stefania Sandrelli) in das seitdem verlassene Haus seiner Kindheit zurück. Dort gab es seinerzeit einen tragischen Todesfall, bei dem ein junges Mädchen vom Dach fiel oder möglicherweise gestoßen wurde. Kann Luca sich nicht erinnern, oder will er nicht, und warum meidet er den Kontakt mit seinen einstigen Nachbarn? Welche Rolle spielt der seltsame Jugendfreund Bruno, der die Beiden misstrauisch beobachtet?

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Review:

    „Das Haus der blauen Schatten“ zu bewerten, ist gar nicht so einfach, denn er ist weder Giallo noch Horror sondern eigentlich eher ein kleiner Psychothriller, fast schon ein Drama, über einen lange zurückliegenden Mord mit Coming-of-Age-Thematik. Dabei setzt Beppe Cino ganz auf Atmosphäre und Darsteller, und für mehr hätte er wohl auch gar kein Budget gehabt.

     

    Wer handlungslastige Filme mag, kein Problem, denn Beppe Cino ist schon gelungen, was er rüberbringen wollte. Zudem dürfte 1986 für eine italienische Produktion bereits ein sehr schwieriges Jahr gewesen sein. Hauptdarsteller Stefano Gabrini ist zwar keine große Erleuchtung, bleibt aber glaubhaft. Interessant ist die junge Amanda Sandrelli, Tochter von Italo-Legende Stefania Sandrelli, die hier eine ihrer ersten Rollen zum Besten geben darf.

     

    Es gibt viele Rückblenden, die dazu beitragen, den Zuschauer in den Bann zu ziehen, in dem auch die Protagonisten stehen, nämlich eine Vergangenheit, von der sie sich nicht lösen können – bis endlich und die Wahrheit ans Licht kommt und damit vielleicht auch Sühne.

     

    Fazit: kein Sex, kein Blut, aber eine schöne Story mit düsterer Atmosphäre.

     

    Leider ist bisher noch keine DVD von „La casa del buon ritorno“ erhältlich, und wer sich die italienische Fassung ansehen will, wird staunen: denn das Bild kommt von der deutschen Ascot-VHS, erkennt man schon am deutschen Titelvorspann, lediglich der italienische Ton wurde drübergepappt. Und leider flackert die genauso, wie mein altes Ascot-Tape.

  • Autor: Gerald Kuklinski
  • Links

    OFDb

    IMDb

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