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Crazy Desires of a Murderer

Italien, 1977

  • Originaltitel: I vizi morbosi di una governante
  • Regisseur: Filippo Walter Ratti
  • Kamera: Gino Santini
  • Musik: Piero Piccioni
  • Drehbuch: Ambrogio Molteni
  • Inhalt:

    Auf einem Schweizer Schloss verbringt eine Gruppe junger Leute eine dekadente Nacht mit schlüpfrigen Scharadenspielen. Wo woanders Schwerter zu Pflugscharen gemacht werden, machen die hier Kerzen zu Dildos. Während draußen auf den Schlossfluren ein seltsamer, traumatisierter Junge mit blutigen Händen umhergeht, gibt es in den Schlafzimmern Ringelpietz mit Anfassen. Doch dann wird eine der Besucherinnen im Bett böse massakriert...

  • Autor: Christian Ade
  • Review:

    Dieser wenig bekannte Giallo aus dem Jahr 1977 muss vor und hinter der Kamera größtenteils ohne (genre-)prominente Namen auskommen, zeigt sich dafür aber nicht zurückhaltend, was die im englischen Titel erwähnten Komponenten "Desire" und "Murder" angeht. Quantitativ gibt es hier zwar nicht viele Morde, doch der eine ist ganz schön garstig: Bluttriefender Messerstich zwischen die Brüste und danach wird en detail ein Augapfel aus der Höhle geschnitten...

     

    Davor und ein bisschen danach gibt es - wie die Synopsis schon verrät - sämtliche Darstellerinnen nackt und in Farbe.

     

    Ohnehin scheint CRAZY DESIRES OF A MURDERER in seiner ersten halben Stunde auf dem besten Weg zum gutsleazigen Mörderreigen-Juwel zu sein. Da ist alles dabei, was abseitig Spaß macht: Sex, brutaler Mord und eben dieses gestörte Kerlchen mit den blutigen Fingern, das am liebsten in seinem stillen Kämmerlein Tiere präpariert. Genügend Kanonenfutter für den Ausbau des Killers Augapfelsammlung befände sich ja auch auf dem Kastell...aber nein! Nach dem ersten Drittel kommt die Polizei in der übergewichtigen Gestalt eines alten Inspektors aufs Schloss und CRAZY DESIRES OF A MURDERER ab vom Pfad der gepflegten (Un-)Tugend.

     

    Plötzlich funktioniert Regisseur Ratti alle potentiellen Mordopfer zu Verdächtigen um und präsentiert uns bis zum Abspann ein Whodunit. Weil dies nicht gerade vor cleveren Kniffen und Winkelzügen strotzt, wäre ein Killerreigen a la MURDER MANSION, MURDER OBSESSION oder SEVEN DEATHS IN THE CAT’S EYE der bessere Weg gewesen. Somit hat man die Geheimtippweihen verspielt, bleibt aber passable Genrekost.

  • Autor: Christian Ade
  • Links

    OFDb

    IMDb

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