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Countdown für 3 Millionen Dollar

Italien, 1967

  • Originaltitel: 28 minuti per 3 milioni di dollari
  • Alternativtitel:

    Un casse pour des clous (FRA)

    28 Minutes for 3 Million Dollars (Int.)

  • Regisseur: Maurizio Pradeaux
  • Kamera: Oberdan Troiani
  • Musik: Piero Umiliani
  • Drehbuch: Maurizio Pradeaux
  • Inhalt:

    Immer auf der Suche nach den wertvollsten Diamanten der Welt, zur Erweiterung der Sammlung, beauftragt ein anonymer Boss (Bob Tonelli) den Gelegenheitsganoven und Privatdetektiv Jacques (Richard Harrison) ein Team für einen großen Coup zusammenzustellen. Problem dabei: Die Truppe hat nur 28 Minuten um den Klunker zu entwerden. Verstreicht der Countdown und die Operation misslingt, sind auch die drei Millionen Honorar futsch...

  • Autor: Andreas Rick
  • Review:

     

    Eigentlich ist Maurizio Pradeaux' zweiter Spielfilm das perfekte Beispiel, wie aus augenscheinlich wenigen Mitteln das maximale rauszuholen sein kann. Bei den meisten Europspy/Heist-Movies ist es doch eher so, dass vor allem die optischen Qualitäten herausstechen und gerade die Ausstattung viele inhaltliche Schwächen und Längen wettmachen kann.

     

    Aber auch optisch kann "Countdown für 3 Millionen Dollar" nicht mit vergleichbaren Filmen wie Marco Vicarios "Sieben goldene Männer" (Sette uomini d'oro, 1965) mithalten, obgleich Harrisons bunte Klamotte immer wieder überzeugende Arbeit leistet. Natürlich hat der Film auch seine Stärken, wie bspw. die Suche nach den Spezialisten für den Coup – dafür lässt man sich genug Zeit um die Charaktere nicht blass wirken zu lassen. Der letztendliche Ablauf des Plans ist eher unspektakulär inszeniert, wird durch einige recht witzige Szenen aber etwas aufgelockert.

     

    Zu Gesicht bekommt man einen der wohl längsten Klippenstürze eines Kleinlasters der Filmgeschichte, sauber bis zum erliegen gefilmt und eine aberwitzige Rollstuhlfahrt zum Abschluss des Films.

     

    Richard Harrison steht damals mit 32 noch in voller Blüte und macht, charmant wie eh und je, seine Sache natürlich gewohnt souverän. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Pupi Avati Stammschauspieler Bob Tonelli, den man bestens aus "Das Haus der lachenden Fenster", "Neun Leichen hat die Woche" und "Zeder - Denn Tote kehren wieder", speziell wegen seiner ungewöhnlichen Physiognomie und den schrägen Rollen, in Erinnerung hat. Mit von der Partie ist, in einer kleineren Nebenrolle, Erna Schurer – bestens bekannt aus "Der Satan ohne Gesicht" von Ferruccio Casapinta und als Ivanna in José Luis Merino "Das Geheimnis von Schloß Monte Christo".

     

    Der schmissige Soundtrack stammt von Piero Umiliani und darf eigentlich in keiner wohlsortierten 60s Plattensammlung fehlen.

     

    Insgesamt also kein besonders ausgefallener Vertreter des Heist/Caper-Movie Genres, aber dennoch ein äußerst Liebenswerter!

     

  • Autor: Andreas Rick
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